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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 06:13 Uhr

Warin : Weiterer Service im Naturpark

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ein Leitsystem für Wasserwanderer, Schwimmstege aus Metall zum Ein- und Aussetzen von Kanus sowie eine Bienenstraße sind wichtige Vorhaben in diesem Jahr.

von
erstellt am 27.Jan.2015 | 17:16 Uhr

Noch wartet der Naturpark Sternberger Seenland auf das Gros seiner Besucher. Doch damit sie in der neuen Saison wieder auf Entdeckungstour gehen oder einfach die schöne Landschaft genießen können, arbeitet die Naturparkverwaltung in Warin längst an der weiteren Verbesserung des Services.

Zeitlich am nächsten liegt das künftige Leitsystem für Wasserwanderer. „Bis Ende März müssen wir die Fördermittel abrechnen. Da drückt die Zeit schon mächtig“, sagt Jan Lippke, stellvertretender Leiter des Naturparks, unverblümt. Das Konzept sei Ende 2013 fertig und im Vorjahr „in bescheidenem Umfang“ mit der Umsetzung begonnen worden. Dass einiges liegen geblieben sei, hätte mehrere Gründe gehabt.


Faltblatt mit Karte und zehn goldenen Regeln


Jetzt gehe es vor allem darum, die vorgesehenen Tafeln mit den wichtigsten Informationen aufzustellen. Auch die Pegelscheiben, die Kanuten Auskunft über den Wasserstand und die Befahrbarkeit des Flusses geben, sollen dort ihren Platz finden, erläutert Lippke. Hinzu komme die Wegweisung mit der Entfernung beispielsweise bis zum nächsten Rastplatz. Die soll gerade ortsfremden Wasserwanderern die Orientierung erleichtern, aber auch weitgehend davon abhalten, dass auf der Strecke angelegt, womöglich sogar wild gezeltet wird. Letzteres habe schon häufiger zu Schäden im Uferbereich geführt.

Details, wo die Tafeln aufgestellt werden, würden an diesem Donnerstag mit Vertretern aus den betreffenden Kommunen, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) sowie dem beauftragten Planungsbüro abgestimmt. So sollten die Schilder möglichst auf kommunalen Grundstücken sowie im richtigen Abstand an den Uferböschungen stehen. Auf Letzteres achte das StALU, um den Einsatz von Technik bei der Gewässerpflege nicht zu erschweren.

Ein Faltblatt, das „die zehn goldenen Regeln“ für das Verhalten beim Wasserwandern, ganz besonders auf den sensiblen Flussabschnitten, sowie auf der Rückseite eine Karte enthält, wurde bereits erarbeitet. Auch auf die freiwillige Vereinbarung, die neun der 15 Kanu-Anbieter in der Region erst kürzlich verlängert haben (wir berichteten), wird hingewiesen. Danach verzichten sie bei einer Wassertiefe unter 30 Zentimetern freiwillig auf einen Einsatz der Boote in die Warnow oder Mildenitz.

Geld sei auch eingeplant, um die offiziellen Ein- und Aussetzstellen für die Kanus zu erneuern, sagt der stellvertretende Naturparkchef. Die seien in die Uferböschung gebaut und kaum befestigt. Mit der Zeit sei das Ufer davor und dahinter weggebrochen, „der Uferrand kolkt aus“, wie der Fachmann sagt. Die kleinen Stege würden somit je nach Wasserstand zu kleinen Inseln oder ragten soweit heraus, dass der Ein- und Ausstieg ziemlich schwierig sei. Das Planungsbüro habe Schwimmstege aus Leichtmetall vorgeschlagen, die an Pfählen verankert seien, aber sich dem Wasserstand anpassten. „Im Naturpark Dümmer in Niedersachsen habe ich die schon gesehen“, so Lippke. Aus Skandinavien gäbe es ebenfalls gute Erfahrungen damit. Diese hätten allerdings den Nachteil, dass sie jedes Mal zum Winter wegen Eisgangs heraus müssten. Es gäbe aber auch welche, bei denen dieser Aufwand nicht nötig sei.

Als weiteres Vorhaben in diesem Jahr nennt Lippke die Ausgestaltung der Bienenstraße, die drei Naturparks verbinden soll. Angefangen im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß führt sie durch das Sternberger Seenland bis in die Nossentiner-/Schwinzer Heide. Die Konzeption sei 2014 erarbeitet worden. Radler könnten bei Imkern Halt machen oder Ausstellungen zum Thema besuchen. Die Infopunkte sollten jedoch Abwechslung bieten. Hintereinander beispielsweise drei Imker aufzusuchen, werde zu eintönig. Es müsse auch nicht die komplette Strecke absolviert werden. „Sicher gibt es einige, die das gern machen, aber es sind auch einzelne Runden rund um Brüel, Ahrensboek/Cambs und Karow bis nach Plau am See heran vorgesehen“, erklärt Lippke. Als nächstes werde ein Faltblatt erarbeitet, das einen Überblick über die unterschiedlichen Angebote enthalte, und die Strecke ausgeschildert. Das Geld, das der Naturpark selbst flüssig mache, solle auch als Eigenanteil Verwendung finden, um Fördermittel einwerben zu können.


Zehnjähriges Bestehen wird im Juni gefeiert


Die Projekte 2014 reichten von der genannten Konzeption für die Bienenstraße über die Kartierung von Wildbienen im Bereich des Bienen-Baum-Lehrpfades Brüel bis zur Gestaltung des Eingangsbereiches in Raben Steinfeld am Rande Schwerins. In diesem Jahr besteht der Naturpark Sternberger Seenland zehn Jahre. Gegründet wurde er zum 1. Januar 2005. „Wir sind seit dem 1. April dabei“, sagt Mario Krüger, einer der vier Naturparkranger. Feierlich begangen wird das runde Jubiläum aber erst am 11. Juni mit Fachvorträgen am Vormittag sowie Exkursionen.

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