zur Navigation springen

Sternberger Heimatmuseum würdigt den großen Sohn der Stadt : Weit mehr als die Behm-Sonderschau

vom

Das Heimatmuseum der Kleinstadt hat in der Tat einiges zu bieten. "Die Behmsche Sonderausstellung ist hier aber nur noch bis Ende Oktober zu sehen, dann gehen die Leihgaben zurück an das Kieler Schifffahrtsmuseum".

svz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 10:25 Uhr

Sternberg | Der August ist ein guter Monat, was die Besucherzahlen betrifft. "besser als im Juli, da war es ja aber auch extrem heiß", sagt Antje Kühl, Mitarbeiterin im Sternberger Heimatmuseum. Auch jetzt, da in Meckpomm die Ferien vorbei sind, schauen Gäste rein: aus Thüringen, Sachsen (Kühl: "Die sind ja bekanntlich überall."); selbst aus Holland, England und den USA. Das laut Besucherbuch im US-Bundesstaat Nevada beheimatete Pärchen Dietlinde Brückner und Ronald Cwetna kam Mitte Juli "gleich zweimal, da die Beiden beim ersten Besuch nicht alles schafften", so Kühl.

Das Heimatmuseum der Kleinstadt hat in der Tat einiges zu bieten. "Die Behmsche Sonderausstellung ist hier aber nur noch bis Ende Oktober zu sehen, dann gehen die Leihgaben zurück an das Kieler Schifffahrtsmuseum", betont Rosemari Hassel, wie Kühl Museumsmitarbeiterin. Die Beiden machen keinen Hehl daraus, dass sie mit mehr Interessenten für den großen Sohn der Stadt gerechnet haben. "Vereinzelte fragen gezielt nach. Vergangenen Mittwoch war einer nur wegen des Echolots da", sagt Hassel, die hinzufügt: "Viele sind unwissend, was Herrn Behm und sein Echolot betrifft; ja, was ein Echolot überhaupt ist."

Nach Alexander Behm, dessen bahnbrechende Erfindung zur Untiefen-Ortung in der Schifffahrt sich im Sommer zum 100. Mal jährte und dessen Geburtshaus in der Kütiner Straße von Sternberg noch heute steht, ist die Grundschule der Stadt benannt. Darum sind die Museumsfrauen verwundert, "dass hier noch keine Klasse war", so Hassel. Aber sie werben weiter für ihre Sonderausstellung, haben ganz taufrisch ein neues Plakat (Foto re.) erstellt.

Gleichzeitig ist das Museum - darauf legen Rosemari Hassel und Antje Kühl großen Wert - mehr als die Sonderschau zu Behm. Gefragt sind die Pickelhauben ebenso wie das "Spitzen"-Zimmer mit seinen Stickereien und anderen tollen Handarbeiten. Bewunderung löst auch häufig jener Esszimmerschrank aus, den der "1989 verstorbene Opa Banse noch zu Lebzeiten dem Museum vermachte. Dieser Schrank gehörte übrigens einst Bürgermeister Dr. Hoeck", so Hassel. Immer wieder fragen Leute, ob sie Dinge kaufen können, etwa "unsere Schatzkiste", wie sie Antje Kühl nennt. Auf die Entgegnung: "Die können Sie gar nicht bezahlen", kam zur Antwort: "Haben Sie ’ne Ahnung!" Doch ganz klar: Die Museumsschätze, wozu auch ein Schrank von 1796 gehört, sind unverkäuflich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen