Dabel : Weihnachten im neuen Zuhause

Adventsstimmung: Pflegerin Anja Schilkowski (l.) und Irmgard Hartwig.  Fotos: manuela kuhlmann
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Adventsstimmung: Pflegerin Anja Schilkowski (l.) und Irmgard Hartwig. Fotos: manuela kuhlmann

Irmgard Hartwig sowie Margot und Hubert Maibaum feiern ihre erste Weihnacht in der Seniorenresidenz „Rosenhof“ in Dabel.

svz.de von
23. Dezember 2013, 17:07 Uhr

Der Tannenbaum wurde schon kurz nach dem ersten Advent gekauft. Am Heilig Abend steht er festlich geschmückt neben dem bodentiefen Fenster. Margot und Hubert Maibaum haben auch mit der Planung ihres Altersruhesitzes rechtzeitig begonnen. Als eine der ersten hatten sie sich für eine Wohnung in der Seniorenresidenz Rosenhof in Dabel angemeldet und konnten sich deshalb ihr Appartement aussuchen. Zwei großzügige Zimmer, einen Abstellraum, ein schönes Bad und eine kleine Terrasse im Erdgeschoss bewohnen sie seit ihrem Einzug am 1. Juni. Dieses Jahr feiern sie Weihnachten in ihrem neuen Zuhause. „Eine große Umstellung wird das für uns nicht“, sagt Margot Maibaum. „Sicherlich schaut der Kleine“, gemeint ist Sohn Matthias, „mit Familie kurz mal rein und am ersten Weihnachtsfeiertag gehen wir alle zusammen essen“, so der voraussichtliche Ablauf. „Wir beide machen es uns hier gemütlich. Mal sehen, was im Fernsehen kommt, ansonsten haben wir ja noch unsere schönen alten Platten“, sagt sie weiter. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder den traditionellen Karpfen an Heilig Abend. Den bereitet sie in der neuen Küche vor: „Alles ist so praktisch eingerichtet“, schwärmt sie. „Viele Schubladen zum Rausziehen, ein Backofen und Geschirrspüler auf Armhöhe“, demonstriert die Seniorin begeistert. „Wir haben gar keine alten Möbel mitgenommen, die hätten uns hier doch nur erdrückt.“

Seit 1951 lebt Margot Maibaum in Dabel. Ihr Mann, mit dem sie in zweiter Ehe verheiratet ist, wohnt seit 1946 in dem Dorf. „Ich kenne diesen Ortsteil hier noch als Feld und habe miterlebt, wie der Mattenstieg entstand“, berichtet sie aus ihrer Zeit im Gemeindebüro. Später arbeitete sie in der Sparkasse. Hubert Maibaum hat in der Landwirtschaft rund um Dabel gearbeitet, beispielsweise in Borkow und dem Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) in Holzendorf. Begeistert zeigt er das große Bad und die Abstellkammer. Manchmal allerdings ist es ihm „zu warm hier in der Wohnung“, dann muss er raus und geht spazieren. „Er würde in der Stadt gar nicht glücklich werden“, schätzt seine Frau ihn ein. „Wir freuen uns, dass wir nicht aus Dabel wegziehen müssen, wir haben uns mit dieser Wohnung für unseren Ruhestand einen Traum erfüllt“, sagt sie.

Das empfindet auch Irmgard Hartwig so. Vor ihrer Krankheit, die jetzt intensive Pflege notwendig macht, wohnte sie bei Tochter Carola. Sie und ihre Schwester Christa Lange kommen sie jeden Tag besuchen. „Ich finde das prima“, sagt „Irmi“ Hartwig. Beide Töchter arbeiten, da war sie oft allein zu Hause. „Hier ist immer jemand da, besonders jetzt, wo ich mehr Hilfe brauche.“ Sie hatte es sich in der Adventszeit richtig gemütlich gemacht. Ein Weihnachtsgesteck auf dem Tisch, Weihnachtsbeleuchtung am Fenster und natürlich eine große Dose mit Plätzchen. „Die Mandelhörnchen backen meine Töchter und ich schon immer im Advent“, erzählte sie. Nur in diesem Jahr sei sie dafür eben zu Besuch gekommen. Wenn sie genug habe, kann sie sagen, „jetzt bringt mich mal nach Hause. Hier im Rosenhof kann ich doch meinen Tag unabhängig gestalten“, was von Vorteil sei. „Wenn mir danach ist, dann schlafe ich oder ich lese. Außerdem habe ich hier eine gute Aussicht, da kann ich auch einfach mal am Fenster sitzen.“ Im Advent wurde viel zusammen gebastelt, Weihnachtsmusik gehört und es gab natürlich eine Weihnachtsfeier. Da ist auch der Seniorenchor vorbeigekommen. „Irmi“ Hartwig hat selbst viele Jahre in dem Chor musiziert. Was für ein schöner Höhepunkt im Advent!

Pflegedienstleiterin Martina Jäger: „Die Weihnachtsfeier wurde gut angenommen und es war toll, dass durch den Chor viele Gäste aus dem Dorf da waren. Viele Bewohner kennen sich, weil sie Dabeler sind und schon immer zusammen gefeiert haben, das schafft eine angenehme Atmosphäre.“ Besonders die Weihnachtszeit habe das Personal genutzt, um mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen, Erinnerungen auszutauschen, in der Beschäftigung zu basteln und Musik zu hören. Das tat allen gut. Am Personal hat Irmgard Hartwig nichts auszusetzen. Alle sind nett. Pflegerin Anja Schilkowski hat heute Dienst. „Die meisten Damen sind sehr kommunikativ“, sagt sie. Noch haben sie und Pflegedienstleiterin Martina Jäger keine Erfahrungswerte, wie Weihnachten ablaufen wird. „Sicherlich kommen Angehörige hierher“, schätzt Jäger. Auf jeden Fall gibt es das traditionelle Weihnachtsessen: Kartoffelsalat und Würstchen, das hoffentlich in geselliger Runde eingenommen wird. Nicht nur die Bewohner, auch die Mitarbeiterinnen, die hier sind „werden es sich so besinnlich wie möglich machen“, sagt Anja Schilkowski über ihr erstes Weihnachten im Rosenhof.



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