Weidendom ist zum Osterfest fertig

Der neu geflochtene Weidendom braucht Wasser. Heike Pilz gießt die Pflanzen. Korbflechter Ralf Eggert aus Woserin hat die neue Spielplatz-Attraktion fertiggestellt.  Fotos: Michael Beitien
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Der neu geflochtene Weidendom braucht Wasser. Heike Pilz gießt die Pflanzen. Korbflechter Ralf Eggert aus Woserin hat die neue Spielplatz-Attraktion fertiggestellt. Fotos: Michael Beitien

Spielplatz am Freilichtmuseum verschönert / Ungewohnte Ruhe auf dem Areal

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09. April 2020, 08:38 Uhr

Aus dem bei vielen Familien beliebten Osterausflug ins Freilichtmuseum Groß Raden wird in diesem Jahr nichts. Die Einrichtung ist wie andere wegen der Corona-Krise geschlossen. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus dem Museum. Vor Ostern hat Korbflechter Ralf Eggert aus Woserin einen Weidendom auf dem Spielplatz vor dem Museumsgelände fertiggestellt. Damit die Pflanzen anwachsen, wechseln sich Mitglieder vom Förderverein des Museums mit dem Gießen ab. Derzeit herrscht eine gespenstische Ruhe auf dem schönen Spielplatz, doch es gibt ja auch wieder Zeiten nach Corona.

Der Förderverein des Museums finanziert seit Jahren den beliebten Spielplatz. Hier können sich beispielsweise Kindergruppen, die mit dem Bus ins Museum anreisen, erst einmal austoben, sagt Museumschefin Heike Pilz.

Andere Projekte des Fördervereins für dieses Frühjahr wurden durch Corona gestoppt. Ein für das vergangene Wochenende geplanter Arbeitseinsatz fiel aus. Vereinsmitglieder wollten unter anderem ein weiteres Flechtwandhaus auf dem Gelände herrichten, einen neuen Schafstall bauen und Brückenbohlen erneuern. Solche Arbeiten gehen nur Hand in Hand, sagt Heike Pilz. Und das geht in der derzeitigen Situation nicht.

Trotz der für Besucher geschlossenen Türen im Archäologischen Freilichtmuseum herrscht aber auch in der Vor- und Nachosterzeit Betriebsamkeit. Eine Malerfirma aus Parchim ist im Hauptgebäude beschäftigt. Nach dem Abbau der Ausstellung „Blutiges Gold“ müssen Treppenhaus und Räume wieder hergerichtet werden. Ausstellungstechniker Wolfgang Albrecht hat eine Menge zu reparieren - beispielsweise Bänke auf dem Außengelände. Mitarbeiter nutzen die Zeit unter anderem zur Inventur und zum Aufräumen. Die Aufsicht über das Museum muss zudem ebenfalls weiter gesichert werden - auch wenn die Türen geschlossen sind.

Doch der gewohnte Trubel zu Ostern bleibt aus. Eigentlich treffen sich jedes Jahr um diese Zeit tausende Menschen in Groß Raden. Hobby-Wikinger schlagen ihre Zelte auf und sorgen für Kurzweil. Dieses Jahr ist der Platz auf dem Freigelände leer. „Ich kann das noch gar nicht alles begreifen“, sagt Museumsleiterin Heike Pilz. Bei so herrlichem Wetter wie seit Jahren nicht mehr musste dieses Lager abgesagt werden. Das erste Mal seit 28 Jahren hat damit auch die Museumsleiterin über Ostern frei.

Für die Akteure des Mittelalterlagers hatte Heike Pilz im Vorfeld wie jedes Jahr ein Wildschwein schießen lassen, das gegrillt werden sollte. Das ist erst einmal eingefroren. Das Holz für ein Osterfeuer des Wikingerlagers ist aufgeschichtet und bleibt dieses Wochenende kalt. Das wird wohl erst als Freudenfeuer entzündet, wenn das Museum wieder öffnen darf, sagt Heike Pilz.

Wann das sein wird, ist noch nicht klar. Zunächst bleibt das Museum bis 19. April geschlossen. Heike Pilz will jetzt noch keine Entscheidung fällen, was aus der nächsten geplanten Veranstaltung im Museum wird. Das wären die Tage des Handwerks Anfang Mai. „Wir warten ab“, so die Museumschefin.

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