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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. September 2017 | 10:20 Uhr

Golchen : Weiberschleppen am Vatertag

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

An die 1500 Feierlustige zog es auf den Golchener Hof von „Bauer Korl“.

von
erstellt am 29.Mai.2014 | 18:17 Uhr

Auf Bauer Korls Golchener Hof steppte gestern der Bär – nicht nur beim Weiberschleppen mit Gewichtsfaktor… „Seit sieben, acht Jahren geht’s hier ab zum Vatertag, ab so groß haben wir es noch nie aufgezogen. Das Weiberschleppen ist zum ersten Mal. Ab sofort aber jedes Jahr“, verkündet „Bauer Korl“, alias Jörg Klingohr, bevor er zur Quietschkommode greift.

Zusammen mit seinem Partner ist das Korl Boi’s-Duo perfekt. Schunkelmusik ist angesagt: „Schöne Maid“, „Eine Reise ins Glück“ oder mit „besten Grüßen an unsere Gurken, Tomaten und Blumen(-Lieferanten“ (Bauer Korl) natürlich auch „Tulpen aus Amsterdam“. Mit Gersten- oder anderen Säften in der Hand ließen sich die auf Feier eingestimmten Besucher nicht lange zum Mitschunkeln bitten.

Etwas abseits hatte auch Simone Müller aus Boldenstorf bei Klein Belitz ihr Plätzchen gefunden. Sie war ohne ihren Göttergatten da. „Mein Mann Rudolf muss heute arbeiten, im Kuhstall. Ich habe frei und amüsiere mich hier“, sagt sie und lacht.

Wo gab’s früher so was: Die Frau zieht los am Vatertag – und der Herr der Schöpfung muss derweil die Kohle ranschaffen! Doch auch die Traditionalisten konnte man antreffen: So haben sich Torsten, Marcell und Winfried aus Stralsund „gleich das komplette Wochenende auf dem Golchener Hof einquartiert“, waren gestern mit Schirm, Charme und Melone stilecht unterwegs. Die holde Weiblichkeit als Begleitung war zumindest doppelt beim Strelasund-Trio zugegen. „Heute wollen wir eine Paddeltour auf der Warnow unternehmen“, so Marcell, und die Fahrräder habe man auch extra mitgebracht. Torsten erkundigte sich denn auch „nach den besten Wegen“. Um Golchen herum kann man in der Tat trefflich in die Pedalen treten: ob zum Roten See, nach Alt Necheln oder zum Schloss Kaarz.

Vatertags-Gaudi verbunden mit Aktivurlaub am verlängertem Wochenende wird offensichtlich im beliebter. Und Stimmungskanone „Bauer Korl“ spricht sich eben rum – bis nach Vorpommern.

Der achtjährige Mathias hatte es hingegen nicht weit, der Sternberger Steppke versuchte sich beim Bull-Riding. „Für Kinder stellte ich bis Stufe drei ein. Für Erwachsene geht es bis zu Stufe neun. Aber das hat noch keiner geschafft“, erzählt Bull-Riding-Betreiber Marco Wolf aus der Nähe von Güstrow. So war für jeden wirklich was dabei, oder wie es „Bauer Korl“ zusammenfasste: „Bratwurst in den Hals, Bier in die Blase und Musik aufs (Kling-)Ohr.“ Übrigens: Die Besten beim Weiberschleppen waren Markus & Katrin aus Pasewalk vor Heiko & Christina aus Sülten sowie die Golchener Marcel & Julia.

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