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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. August 2017 | 03:28 Uhr

Brüel : WasserReich nimmt Fahrt auf

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Kunstprojekt auf dem Brüeler Bach geht in das nächste Jahr.

Nun schwimmt es wieder auf dem Brüeler Bach nahe des Wehrs: Gestern kurz vor Mittag erfolgte der kleine, stille Stapellauf für das Kunstprojekt WasserReich. Angestoßen wurde natürlich mit blauer Brause, u. a. von Künstlerin, Dozentin und Projektleiterin Angela Preusz, Bürgermeister Jürgen Goldberg und Leuten, die das Spektakel verfolgt hatten.

Wie Marlies Kleve. „Ich finde das gut. Ich hoffe, dass es lange erhalten bleibt“, meinte sie. „Wir wollen alle darauf achten, dass es nicht beschädigt wird“, ergänzte Renate Bründel. Auch ihr gefiel das Kunstobjekt. „Das im vergangenen Jahr war auch schon schön, aber das ist jetzt nochmal besser. Die Kinder werden wieder gucken, wenn sie aus der Schule kommen“, erklärte Gerda Trüb.

Brüeler WasserReich ist ein außerschulisches Projekt mit Kindern und Jugendlichen, initiiert von Angela Preusz und ihren Mitstreiterinnen Eva Ammermann und Anke Weßling. Der Anfang geht bis in das Jahr 2012 zurück. Aus Recyclingmaterial der unterschiedlichsten Art war eine erste Wasserinsel entstanden, die mit vergangenen Juni in den Brüeler Bach gesetzt wurde und dort bis zum Herbst viele Passanten erfreut hatte. Witterung, Wasser, aber auch ein Ast hatten dem Erstlingswerk allerdings arg zugesetzt.

Nun gibt es ein neues WasserReich, das bei vorangegangenen Zusammenkünften von Angela Preusz mit Kindern, Jugendlichen und weiteren Interessenten zusammengebaut worden war. Und wieder war gebastelt und geklebt, gemalt und geschraubt worden. Eingeflossen sind auch Verbesserungsvorschläge. So sind die Blätter des Wasserrades jetzt aus Blech. Die Transformation wird mittels Fahrradkette noch mehr Stabilität bekommen, kündigt Angela Preusz an. Verzichtet wurde auf Elemente, die Musik machen. Damit nehme man Rücksicht auf die Anwohner.

Die Insel ist aus Holz, das mit Hartwachsöl imprägniert wurde. „Wir haben viele alte Teile wieder verwendet, aber auch zusätzliches Material geliefert bekommen, beispielsweise Dübelhölzer aus einer ehemaligen Tischlerei. Wir haben Pappteller verwendet und alte Jalousien, CD, Garnspulen und Plastikbecher. Schraubverschlüsse wurden zu Augen. Ältere Menschen haben mir Schmuckkästchen gebracht, die mit Muscheln verziert waren. Und so hat der Einsiedlerkrebs auf unserer Insel jetzt echte Wassertiere auf dem Buckel“, nennt sie nur einige Beispiele.

Sie habe sich gewünscht, sagt Preusz, „dass Jung und Alt ins Gespräch kommen. Das passiert jetzt.“ In dem Projekt lernen Kinder natürlich viel über das Wasser, aber ebenso, mit Materialien umzugehen, die sonst keinen Wert haben, meint sie. Außerdem werde darauf aufmerksam gemacht, was alles an Müll in den Bach hineinkommt. Denn einiges, was im Brüeler WasserReich als Fantasiefigur zu neuem Leben erweckt wird, wurde tatsächlich aus dem Bach gefischt.

Roman Michniewski, der gestern Bauhofsleiter Norbert Krienke half, das Kunstobjekt ins Wasser bringen, wird wieder nach der Insel schauen. Michniewski entfernt regelmäßig den Unrat vor dem Wehr. Damit das WasserReich bei unterschiedlichem Wasserstand keinen Schaden nimmt, gab es von Peter Jindra, der in der Nähe seinen Kleingarten hat, gestern den Vorschlag, es schwimmend zu befestigen. Er wolle bei der Umsetzung auch gern behilflich sein, versprach er.

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von
erstellt am 13.Jun.2014 | 23:56 Uhr

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