Neukloster/Warin : Wasser-Pendelverkehr im Wald

Die Wariner Wehr beim Löschen des Holzhaufenbrandes mitten im Wald.  Fotos: Feuerwehr Warin
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Die Wariner Wehr beim Löschen des Holzhaufenbrandes mitten im Wald. Fotos: Feuerwehr Warin

Schwer zugänglicher Brandort bei Neukloster sorgt für besonderen Einsatz.

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25. März 2015, 23:22 Uhr

Zu einem Waldbrand „der etwas anderen Art“ wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warin am Dienstag alarmiert. In einem Waldstück bei Neukloster brannte ein großer, am Waldweg aufgestapelter Haufen mit Schnittholz, Baumkronen und Unterholz.

Doch weit und breit gab es keinen Hydranten (im Wald normal), aber auch keinen Bach, See oder Tümpel. „Es wurde darum ein Pendelverkehr zwischen einem Hydranten in Nakenstorf eingerichtet und die Wasserversorgung konnte somit durchgängig sichergestellt werden“, erklärte der Löschmeister der Wariner Wehr, Torsten Ries, gestern gegenüber SVZ. Mittels der Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Neukloster, Warin und Glasin und dem Wariner Hilfeleistungs-Löschfahrzeug war insgesamt viermal Wasser führende Feuerwehrtechnik am Einsatzgeschehen im Einsatz. Die Wariner füllten ihr 4500 Liter fassendes Tanklöschfahrzeug laut Ries „zweimal voll“. Das TLF der Glasiner hat ein Fassungsvermögen von 3800 Litern.

Die Leitstelle Schwerin hatte die „Floriansjünger“ (St. Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehrleute) um 18.57 Uhr per DME (Digitaler Meldeempfänger) zu einem Einsatz in ein Waldstück bei Neukloster gerufen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neukloster waren bereits bereits ca. 30 Minuten vor den Warinern alarmiert und hatten erhebliche Mühe, die Einsatzstelle überhaupt zu finden. Diese lag nämlich mitten in einem großen Waldgebiet im Dreieck Nakenstorf, Reinstorf und Klein Warin – „keine 800 Meter entfernt von der einstigen Bahnstrecke von Warin nach Wismar“, so Ries.

Für den Neuklosteraner Wehrführer Lars Krasemann war vor Ort schnell klar, dass zur Brandbekämpfung in diesem unwegsamen Gelände und ohne jegliche Wasserentnahmestelle mehr Technik benötigt werde. So entschied man recht schnell, die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren aus Babst/Glasin und Warin nachzufordern. Nach ersten Löscharbeiten mittels C-Hohlstrahlrohr wurde schnell klar, dass der Holzhaufen auseinander getragen werden müsse, um sämtliche Brand- und Glutnester bekämpfen zu können. So wurde schließlich auch noch ein Bagger zum Einsatzort beordert. Ries: „Dieser breitete den Haufen auseinander, und dem Brand konnte nun der Garaus gemacht werden.“

Gegen 21.30 Uhr hieß es für alle 45 Feuerwehrleute, die FF Warin war mit einem Dutzend Kameraden zugegen, zum Abmarsch fertig. Neukloster war mit 24 Mann vor Ort, 15 kamen von der FF Glasin/Babst. Die Nacharbeiteten nahmen noch einige Zeit in Anspruch, bevor dann gegen 22.30 Uhr alle wieder endgültig den Weg zu ihren Familien antreten konnten.

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