Bolz : Wasser für Dorfteich per Tiefbrunnen gesteuert

25-Meter-Tiefbrunnen als Wasserspender für den neuen Bolzer Dorfteich:  Enrico Schröder (r.) von Brunnenbau Zelck aus Bützow sowie der Elektriker von FRG Hansa Güstrow, Jens Hüter,  kontrollieren nochmals die Technik. Fotos:  Roland  Güttler
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25-Meter-Tiefbrunnen als Wasserspender für den neuen Bolzer Dorfteich: Enrico Schröder (r.) von Brunnenbau Zelck aus Bützow sowie der Elektriker von FRG Hansa Güstrow, Jens Hüter, kontrollieren nochmals die Technik. Fotos: Roland Güttler

Auf 1000 Quadratmetern entsteht ein Kleinod, das zugleich als künftige Löschwasserentnahmestelle dienen wird.

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19. Dezember 2013, 16:33 Uhr

Ältere Bolzer erzählen davon, dass der Gutsherr einst die Pferde durch den Dorfteich fahren ließ, um die Kutsche zu säubern. In der Gegenwart wäre so etwas nie und nimmer mehr möglich gewesen. „In den vergangenen 20 Jahren ist der Dorfteich total verschlammt und verschilft“, betont Mustins Bürgermeister Berthold Löbel beim Vororttermin. Doch dies ändert sich gerade, vom alten Teich im Ortsteil Bolz ist nichts mehr zu sehen. Auf 1000 Quadratmetern entsteht ein Kleinod, das zugleich als künftige Löschwasserentnahmestelle dienen wird.

Der Dorfmittelpunkt gleich neben dem Kinderspielplatz bekommt wieder ein schmuckes Antlitz. Bei der Bauberatung überzeugten sich auch Simone Krey vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) sowie Edwin Junghans vom Amt Sternberger Seenlandschaft vom Stand der Arbeiten. Zwei junge Kastanien-Bäume nahe des künftigen Teichufers stehen bereits, nächste Woche soll laut Krey die Böschung zur Süd- und Ostseite hin mit Heckenrosen und Haselnusssträuchern bepflanzt werden.

In seinen Umrissen ist das Biotop bereits erkennbar, doch da werden noch einige Nächte vergehen, bis das Ganze randvoll ist, sprich „1,20 Meter unterhalb der Straße“, so der Bürgermeister. Und da der Teich über keinen Zufluss verfügt, wurde in unmittelbarer Nähe extra ein ca. 25 Meter tiefer Brunnen gebaut. „Das geschah vor drei Wochen“, berichtet Enrico Schröder von der Bützower Firma Brunnenbau Zelck. Sein Partner Jens Hüter, Elektriker bei FRG Hansa Güstrow GmbH, in deren Händen die Gesamtarbeiten liegen, erläutert die technischen Feinheiten des Ganzen: „Die Niveausteuerung (im Brunnenschacht angebracht – d. Red.) ist über die Straßenbeleuchtung geschaltet. Morgens und abends springt die Pumpe an zum Füllen des Teiches.“ Und ein am Teichrand angebrachter Sensor reguliert den Wasserstand. Da der Dorfteich einmal bis zu zwei Meter tief sein wird, wird auf der Straßenseite sowie angedeutet an den Längsseiten zudem ein Metallzaun gesetzt. Löbel: „Das ist wegen der Verkehrssicherung. Man muss sich abends nur einmal eine halbe Stunde hinter die Hecke stellen. Die Kraftfahrer preschen hier trotz durchgängigem 50er-Bereich nur so durch. Zudem gehen hier die Heimbewohner der Diakonie spazieren.“

Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Dorferneuerungs-Programms. „Die Bruttosumme beträgt ca. 76 000 Euro. 69 Prozent davon sind gefördert. Den Rest bringt die Kommune durch Eigenmittel auf“, erläutert Simone Krey.

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