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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 10:16 Uhr

Sternberg : Waschtag für Vorschulkinder

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der DRK-Kindergarten „Am Berge“ hat jetzt einen Ausflug ins Sternberger Heimatmuseum gemacht und dort Geschichte zum Anfassen erlebt. Beim Waschtag durften sie eigens mitgebrachte Handtücher selbst waschen.

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 12:00 Uhr

„Tadellos gewaschen“ haben die 13 Vorschulkinder der DRK-Kindertagesstätte „Am Berge“ ihre schmutzigen Handtücher bei einem Waschtag im Heimatmuseum in Sternberg. Diese Auszeichnung steht auf einem Orden, den Museumsmitarbeiterin Rosemarie Hassel den kleinen Waschmännern und -frauen für ihre tatkräftige Arbeit verliehen hat.

„Der Ausflug ins Museum ist jedes Jahr ein fester Programmpunkt für unsere Vorschulkinder. Sie lernen hier das Waschen wie zu Omas Zeiten, also Geschichte zum Anfassen“, erklärte Kerstin Ziebarth im SVZ-Gespräch. Seit Anfang März ist sie die neue Leiterin der Einrichtung. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Oma die Wäsche gewaschen hat“, sagte Ziebarth.

Rosemarie Hassel erklärte den Jungen und Mädchen, wie aufwendig das Wäsche waschen noch vor einigen Jahrzehnten war. Das Wasser musste geholt, die eingeweichte Wäsche auf dem Waschbrett kräftig gerieben, danach gespült und durch die Mangel gedreht werden. „Heute hat eure Mama zu Hause eine Waschmaschine, um die Flecken zu entfernen“, sagte Hassel.

Einmal die einzelnen Schritte vorgemacht, durften die Kleinen sich anschließend im Team selbst an den historischen Waschbrettern ausprobieren. Das machte allen großen Spaß. Damit die Kleidung trocken blieb, trug jedes Kind eine Schürze.

„Das ist ganz schön schwer und geht in die Arme“, stellte Josefine fest, die noch in diesem Jahr in die Schule kommt. „Ich habe das schon einmal mit meiner Oma geübt“, sagte Erik.

Benjamin hingegen hatte sein Handtuch schon fertig gewaschen und in einer der großen Zinkwannen ausgespült. Als nächsten Schritt ging es an die große Mangel. Unterstützt von der Kita-Leiterin drehte er an der Kurbel und beobachtete, wie das Wasser aus dem Baumwollstoff gedrückt wird. Gemeinsam wurden dann alle Handtücher an einer Wäscheleine zum Trocknen in den Wind aufgehängt.

Nach der Arbeit kam dann das Vergnügen. Im Kreis sang die Gruppe das Waschfrauen-Lied und es gab den Orden als Andenken an den Ausflug. „Die Kinder waren sehr schnell und fleißig. Ich hatte schon Gruppen zu Besuch hier, die zwei Stunden oder mehr gebraucht haben“, sagte Hassel.

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