Neuer Verein will Komplex wiederbeleben : Was wird aus dem Sportlerheim?

Nichts mehr vom königlichen Club. Das Sportlerheim in Görnow wird seit dem Sommer nicht mehr genutzt. Der FC Aufbau Sternberg spielt jetzt mit allen Mannschaften in der Stadt. Frank Pubantz
1 von 2
Nichts mehr vom königlichen Club. Das Sportlerheim in Görnow wird seit dem Sommer nicht mehr genutzt. Der FC Aufbau Sternberg spielt jetzt mit allen Mannschaften in der Stadt. Frank Pubantz

Bürger aus Groß Görnow wollen sich zusammenschließen, um einen Sportverein zu gründen. Das zuletzt ungenutzte Sportlerheim und das so Waldstadion sollen wiederbelebt werden.

von
06. November 2010, 04:16 Uhr

Groß Görnow | Das zuletzt ungenutzte Sportlerheim und das so genannte Waldstadion sollen wiederbelebt werden, sagt Klaus-Dieter Sommerfeld, der sich im neuen Verein engagieren will. Geplant sei die erste Zusammenkunft unter Leitung des Görnowers Matthias Krause am 20. November um 17 Uhr im Sportlerheim.

Wahrscheinlich werden die Initiatoren an diesem Tag das Gebäude aber überhaupt nicht nutzen können. Das Wasser aus der Heizungsanlage wurde abgelassen, das Gas abgepumpt, so Sommerfeld. Er befürchtet, dass auch noch der Strom abgestellt wird. Wenn die Anschlüsse erst einmal außer Betrieb sind, sei es aber aufwendig ein solches Gebäude wiederzubeleben. Der Görnower, der bereits vor einigen Wochen öffentlich in der SVZ und vor der Stadtvertretung in Sternberg auf Probleme in dem Ortsteil hingewiesen hatte, fürchtet um den gesellschaftlichen Treffpunkt des Dorfes.

Der FC Aufbau Sternberg ist Herr von Sportlerheim und Platz. Zum 31. Dezember hat der Verein den Nutzungsvertrag mit der Stadt gekündigt, sagt Aufbau-Präsident Matthias Müller. Der Verein hatte das Objekt 2006 komplett übernommen, nachdem sich der Görnower Sportverein den Sternberger Fußballern angeschlossen hatte. Zuletzt spielte hier aber nur noch die zweite Männermannschaft.

Der Fußballverein, der vorrangig in Sternberg auf dem Sportplatz aktiv ist, könne es sich nicht mehr leisten, zwei Objekte zu betreiben, so Müller. Allein für Görnow fielen jährliche Kosten im vierstelligen Bereich an. So spielen seit Sommer alle Mannschaften des Fußballclubs in Sternberg.

Noch bevor in Groß Görnow überhaupt eine Initiative zur Gründung eines neuen Vereins gestartet wurde, habe der Sternberger Verein die Anschlüsse abgemeldet, erklärt der Präsident. Zum damaligen Zeitpunkt hieß es noch, dass die Stadt nach einem Käufer für das Areal sucht.

Müller hat veranlasst, dass auf dem Görnower Sportareal alles winterfest gemacht wird. Das Wasser musste abgelassen werden, nachdem es im vergangenen Jahr Frostschäden gab und Heizkörper geplatzt waren. Der Gasanbieter habe das Gas abgepumpt und eine Endabrechnung gestellt. Ein neuer Verein müsse entscheiden, welchen Anbieter er wählt. Abgemeldet und abgelesen wurde auch der Strom, sagt Müller.

Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt hatte bereits ein Gespräch mit dem Initiator des neuen Vereins in Groß Görnow, mit Matthias Krause."Das würden wir unterstützen", sagt Quandt. Dass der FC Aufbau das Gelände winterfest macht, sei in Ordnung. Doch so einfach gehe das nicht, dass der Fußballclub einfach die Schlüssel bei der Stadt abgibt.

Quandt sieht den FC Aufbau auch nach dem 31.12. weiter in der Pflicht bis zur Formierung des neuen Vereins und einer dann folgenden Übergabe des Geländes zurück von Aufbau nach Groß Görnow. Der Sternberger Club sei schließlich Rechtsnachfolger des FC Traktor Groß Görnow, so der Bürgermeister. Der Club übernahm damit auch ein Sportobjekt, für das allein Fördermittel von rund 11 000 Euro vom Landessportbund geflossen sind. Mit der Auflage, dass es 25 Jahre für den Sport genutzt wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen