Warin : Was will mein Hund mir sagen

Absolut tiefenentspannt liegt die Belgische Schäferhündin „Prinzessin“ von Herbert Kasten während seines Vortrages in der Wariner Satdthalle. Fotos: Roland Güttler
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Absolut tiefenentspannt liegt die Belgische Schäferhündin „Prinzessin“ von Herbert Kasten während seines Vortrages in der Wariner Satdthalle. Fotos: Roland Güttler

Experte Herbert Kasten aus Bolz zum Mensch-Tier-Verhältnis und den Fehlern der zweibeinigen „Rudelführer“

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26. März 2018, 21:00 Uhr

Hunde sind das älteste Haustier des Menschen. Stammvater der heutigen Hunde wie der Wölfe ist der Ur-Wolf. „Der Wolf war bereits vor dem Mensch da“, brachte es Hundeexperte Herbert Kasten aus Bolz auf dem Punkt bei seinem Vortrag in der Wariner Stadthalle. Thema: Was will mein Hund von mir?“

Das Wichtigste sei die Kommunikation zwischen Mensch und Tier – „dass beide die selbe Sprache sprechen, nonverbal miteinander kommunizieren“. Das funktioniere über die Augen und den Körperkontakt im Nahbereich. Knurren oder bellen seien unterschiedlichen Formen akustischer Signale des Hundes.

„Wir müssen den Hund genau beobachten. Dasselbe, was er mit uns tut. Er nimmt uns als gackerndes, schnatterndes Wesen wahr, das sich hektisch hin und her bewegt“, so Kasten. Das sei eigentlich atypisch für den Hund.

„In der hierarchischen Welt des Hundes gibt es einen Chef. Ein Hund will geführt sein, das ist genetisch so festgelegt“, betont Herbert Kasten, der viele Jahre als Hundeführer bei der Polizei tätig war. Man müsse dem Hund klar machen: „Ich bin der Chef, du bist der Rangniedere.“ Ansonsten gebe es Probleme, die nur sehr, sehr schwer wieder zu verändern seien. „Es sei denn, der Mensch arrangiere sich, dass der Hund Chef ist. Das geht natürlich auch“, betont Kasten.

Im Anschluss stellte sich Herbert Kasten den Fragen der 20 Vortragsbesucher. Allesamt Hundefreunde mit ein bis zwei Vierbeinern. So erzählten Waltraud Neumann und ihre Tochter Anja aus Kuhlen, dass ihr Belgischer Schäferhund seit zwei Tagen im Hof buddele. Kasten meinte, der Hund wäre nicht ausgelastet. „Buddelverhalten ist für den Hund Erlösung, aufgestaute Energie loszuwerden“, so der Experte. Er empfahl, im Nachbereich unbeobachtet einen Stock in die Seite des Hundes zu werfen und sich danach gleich umzudrehen. „Der Hund weiß dann nicht, woher es kam.“ Irgendwann brauche man das Stöckchen nur neben den Hund zu werfen, wenn er wieder buddelt – und dieser wisse Bescheid.

Diese und andere Kniffs vermittelt Herbert Karten in der Hundeschule auf dem Platz des Wariner Hundesportvereins. Dies nutzt auch Alex Pöschl aus Allwardtshof. „Wir haben uns eine Labrador-Hündin angeschafft. Und wenn ich sie im Familienleben mitnehmen will, muss sie gut erzogen sein. Sonst ist man nirgends gern gesehen. Deshalb gehe ich bei Herbert in die Schule.“

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