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Warin / Sternberg : Warnowbrücke: Sanierung wird favorisiert

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Vertreter aus Ämtern, Kommunen und Naturparkverwaltung kamen in Warin an einen Tisch. Die Lösung soll bezahlbar sein und Bestand haben.

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 15:50 Uhr

Konkrete Ergebnisse brachte die Beratung noch nicht, wohl aber Einigkeit zur weiteren Vorgehensweise in Sachen Fußgängerbrücke, die zwischen Groß Görnow und Klein Raden über die Warnow führt. Die Krone einer mächtigen Buche war beim Unwetter am 2. August auf die Holzbrücke gestürzt und hatte das Geländer so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die Warnowquerung gesperrt werden musste und aus Kostengründen sogar ihr Aus ins Gespräch kam.
Inzwischen können Wanderer sie wieder nutzen, nachdem Ranger vom Naturpark Sternberger Seenland die Schäden ausgebessert haben.

Die Naturparkverwaltung in Warin hatte am Donnerstag Vertreter aus den Ämtern Sternberger Seenlandschaft – hier in Personalunion mit der Stadt – und Bützow-Land, der Gemeinde Warnow, den Bereichen Wasserwirtschaft und Naturschutz in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Mittleres und Westmecklenburg, der Unteren Naturschutzbehörden, dem Forstamt Schlemmin und der Tourist-Information Sternberg an einen Tisch gebracht. Schon diese Aufzählung verdeutlicht die Problematik, die das Unterfangen, die Warnowbrücke zu erhalten, enorm erschwert: Die Zuständigkeit reicht über die Grenzen von Landkreisen, Ämtern und Kommunen.

Stand- und Verkehrssicherheit des Holzbauwerks sind nach einem Prüfbericht, den das Amt Bützow-Land schon im Februar in Auftrag gegeben und kürzlich erhalten hat, vorhanden. Dafür spricht Fachleuten zufolge auch, dass das enorme Gewicht der abgebrochenen Baumkrone nicht zum Einsturz der Brücke geführt hat. Diese sei allerdings in die Jahre gekommen und mittelfristig müsste was unternommen werden, hieß es in der Beratungsrunde übereinstimmend. „Es gab diverse Vorschläge bis hin zu einer Hängebrücke“, sagt Jan Lippke, stellvertretender Naturparkchef. Die sei sicher für den Tourismus attraktiv, aber teuer. Als kostengünstigste Variante wird eine Sanierung des vorhandenen Bauwerks favorisiert. „Wir können träumen, dürfen aber die Wirklichkeit nicht verdrängen. Die Lösung muss bezahlbar sein und auf längere Sicht Bestand haben. Sonst stehen wir immer wieder vor der gleichen Frage“, sagt der Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt. Er wolle das Ingenieurbüro, das die jetzige Brücke geplant hat, und die Prüfer aus diesem Jahr zusammenbringen, damit die Beteiligten erfahren, „was gemacht werden kann und welche Kosten entstehen“. Zwar sei ungeklärt, wer Baulastträger ist und zahlen müsste, „doch an Sternberg und der Gemeinde Warnow führt wohl kein Weg vorbei“, so Quandt. Angesichts knapper Kassen lasse sich so ein Vorhaben aber nur mit Fördermitteln finanzieren. Sobald konkrete Daten vorliegen, solle ein Zuschuss aus dem neuen Leader-Programm beantragt werden.

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