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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 13:26 Uhr

Sternberg : Warnow-Brücke bleibt gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Stadt Sternberg lehnt Reparatur aus wirtschaftlichen Aspekten ab / Für 2015 drohte sowieso Abriss aus Sicherheitsgründen

von
erstellt am 16.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Vom Parkplatz aus führt ein anfangs schmaler Trampelpfad ins Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal von Groß Görnow. Keine 150 Meter weiter und nicht nur der Pfad verwandelt sich in einen breiten Wanderweg. Gleich daneben fließt die Warnow, hier eher lautlos-gemächlich. Hin und wieder meldet sich ein Vogel. Ansonsten herrscht Stille – einfach herrlich ist solch ein, wenn auch kurzer, Vormittags-Spaziergang im Naturschutzgebiet. In ca. einem Kilometer Entfernung befindet sich eine Holzbrücke über dem Fluss. Sie ist bzw. war eine beliebte Querung für Wanderer und Radfahrer, um so ans andere Ufer zu gelangen. Das Wasserrauschen an den beiderseits der Brücke befindlichen Stromschnellen verrät – das Ziel ist nah.

Doch seit dem Unwetter vom 2. August ist die Anfang der 1990er-Jahre erbaute Holzbrücke nicht benutzbar. Die Krone einer mächtigen, direkt an der Brücke stehenden Buche brach ab und war auf die Holzkonstruktion gestürzt. Dass erst 2014 von Naturparkranger Mario Krüger erneuerte Brückengeländer wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Querung ist seitdem gesperrt (SVZ berichtete). Und daran ändert sich bis auf weiteres nichts, auch wenn die Buchenkrone längst beräumt wurde. Klein gesägte Stämme sowie Laubwerk künden noch beiderseits der Brücke vom Windbruch. Eine Erneuerung des Geländers ist jedoch laut Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt „aus wirtschaftlicher Sicht wenig sinnvoll. Der Aufwand wäre unvertretbar.“

Zum Hintergrund: Die Brückenkonstruktion ist in die Jahre gekommen und hätte 2015 aus Sicherheitsgründen (u.a. tragende Elemente der Unterkonstruktion) höchstwahrscheinlich sowieso gesperrt werden müssen. Sturm und Starkregen vom August-Anfang sowie in der Folge der Sturz der Buchenkrone auf die Brücke sorgten nun dafür, dass bereits jetzt Radfahrer, Wanderer sowie auch die beliebten geführten Touren auf unbestimmte Zeit etwas längere Wege in Kauf nehmen müssen.

Eine neue Brücke muss her. Doch diese koste, so Quandt „einige 100 000 Euro“. Im September soll es laut Sternbergs Bürgermeister dazu ein Treffen der Stadt, Groß Görnow ist ein Sternberger Ortsteil, sowie Vertretern des Naturparks und der Nachbarkreis-Gemeinde Warnow geben, „um nachzudenken, wie es jetzt weitergeht“. Denn die ausgewiesenen Wanderwege beiderseits des Warnow-Durchbruchstals verbinden die Sternberger mit der Bützower Region (Klein Raden).

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