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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 11:32 Uhr

Nadelöhr auf B 192 : Warins heikle 90-Grad-Kurve

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Straßenbauamt plant in den Sommerferien Umbau des Nadelöhrs: Aktuell gibt es aber noch offene Grundstücksfragen

von
erstellt am 28.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Warins scharfe Kurve an der B 192 soll entschärft werden. Das Straßenbauamt Schwerin plant in den Sommerferien eine Veränderung der jetzigen 90-Grad-Biegung. „Durch einen etwas großzügigeren Radius soll die Situation entschärft werden“, erklärt Tobias Bremer vom Dezernat Straßenbau der Schweriner Behörde. Die Planung laufe schon „etwas länger, scharf gemacht wurde das Ganze seit Mitte 2015“. Pro Tag fahren hier laut Verkehrszählung 5000 bis 6000 Fahrzeuge durch, darunter 20 Prozent Lkw, durchs Nadelöhr.

Platz zur Kurvenveränderung auf einer Fläche von ca. 450 m2 wäre vorhanden, denn nach dem Abriss von drei nicht mehr zu rettenden kombinierten Wohn- und Geschäftshäusern im Jahr 2010 im Rahmen eines seinerzeit geförderten Rückbauprogramms gibt es an der Stelle eine Freifläche.

Zwischenzeitlich hatte es Überlegungen gegeben, auf dem Areal eine Kaufhalle zu errichten. Doch das war aus mehrerlei Gründen, darunter die nicht zu lösende Zuwegung und Parkplatzsituation, im Grunde von vornherein ein totgeborenes Kind. Letztlich entschied sich die Stadt Warin für den Bau des Ende 2009 eröffneten Zwei-Seen-Centers am Ortsausgang in Richtung Blankenberg.

Nach Jahren der Brache des Geländes an der historischen Wassermühle könnte hier demnächst nun etwas passieren fürs Allgemeinwohl. Beim geplanten Umbau des B 192-Nadelöhrs gibt es aktuell freilich einen Haken – den Grunderwerb. Laut Straßenbauamt laufen die Verhandlungen mit den Eigentümern noch. Bremer sprach in dem Zusammenhang von „mehr als einer handvoll“. Sollte es zu keiner Einigung bei der Übertragung der Bodenfläche kommen, werde es „schwierig“.

Eine andere Lösung für die scharfe Kurve als die angedachte gibt es schlichtweg nicht. Rechts und links der Bundesstraße 192 stehen ansonsten Häuserzeilen. Und eine wie auch immer angedachte Umgehung für Warin, die sicherlich äußerst sinnvoll wäre, ist auf Grund der Lage zwischen den beiden Seen – Glammsee und Großer Wariner See – nicht vorstellbar. Tobias Bremer ist diesbezüglich auch „aus der Historie nichts bekannt“.

Gibt es eine Einigung in Sachen Grunderwerb, soll es in den Sommerferien losgehen mit dem Umbau der trotz eines angebrachten großen Spiegels und eines Tempo-30-Schildes immer noch gefährlichen Kurve. Die Umleitung für Fahrzeuge bis zu drei Tonnen würde dann durch den August-Cords-Park verlaufen.

Bei dem städtischen Kleinod, der im Stil eines englischen Gartens angelegt ist, plant die Stadt noch in diesem Jahr den 2. und 3. Bauabschnitt in Angriff zu nehmen. „Die durch den Park führende Straße wird einen gelben Asphalt erhalten“, wie Bürgermeister Michael Ankermann auf dem Jahresempfang im Februar verkündete (SVZ berichtete).

Was den zeitlichen Ablauf zwischen der geplanten Kurven-Entschärfung und der Cords-Park-Veränderung betrifft, so soll laut Straßenbauamt Schwerin erst die Bundesstraße samt Umleitung über den Cords-Park in Angriff genommen und dann laut Tobias Bremer „gegebenenfalls erst im zweiten Halbjahr der Park ausgebaut werden“.

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