Warin : Wariner teilten wie Sankt Martin

Die Flötengruppe spielte in der Wariner Stiftskirche Lieder zum Mitsingen. Fotos: ines engelbrecht
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Die Flötengruppe spielte in der Wariner Stiftskirche Lieder zum Mitsingen. Fotos: ines engelbrecht

Kleines Fest begann mit Andacht und Spiel in der Kirche / Umzug und Lagerfeuer am Diakonie-Pflegeheim

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12. November 2014, 16:22 Uhr

So voll mit Menschen, wie an diesem Martinstag, war die Wariner Stiftskirche schon lange nicht mehr. Die Flötengruppe um Pastorin Dorothea Kunert spielte Lieder zum Mitsingen. Die Konfirmanden Hanna Krull, Eric Kosmalla, Eik Saathoff, Finn und Malte Fittschen spielten das Stück vom Sankt Martin. Der Soldat Martin von Tours lebte vor 1600 Jahren und teilte seinen Mantel mit einem Bettler. Der 11. November ist sein Todestag und zugleich der Namenstag aller, die Martin heißen.

Teilen ist heute noch genauso aktuell wie es damals war, so die Pastorin in ihrer Festpredigt. Eine Menschenschlange zog sich nach dem Verlassen der Kirche bis hin zum Diakonie-Pflegeheim „Am Glammsee“. Begleitet wurde der Umzug, zu dem die Kinder sich ihre Lampions angezündet hatten, von der Wariner Feuerwehr. Auf dem Hof des Pflegeheims angekommen, erwartete die Umzügler ein wärmendes Feuer. Die Mitarbeiter verteilten halbe Milchhörnchen und heiße Getränke. „Ganz im Zeichen von Sankt Martin. Vor 13 Jahren entstand die Idee des Martinsumzuges durch Warin. Seitdem wird er gerne angenommen“, so Pastorin Kunert.

„Meine Schwester macht beim Krippenspiel der Kirche mit. Ich bin mitgekommen zum Zuschauen und zum Umzug. Zum Leuchten nehme ich mein Handylicht“, sagte Florence Joy Ricks aus Warin. Die Zehnjährige war ganz stolz, dass ihre Freundinnen Laura, Monique, Angelique und Lara bei der Jugendfeuerwehr mitmarschierten. Paul (4), Anni (4) und Dominik (5) hatten ihre Lichter in den Lampions angezündet und gingen mit ihren Müttern Kathrin Bieske und Bettina Beilfuß die Straße zum Pflegeheim entlang. Für sie war es ein Ereignis, im Dunkeln draußen zu sein und den Fackelschein auf dem Hof zu sehen. „Wir sind zum zweiten Mal beim Martinsumzug dabei mit unseren Kindern. Nun sind sie groß genug“, sagte Kathrin Bieske. Paul zeigte stolz seinen Dinolampion. Die Neunjährige Sophie hatte es sich mit Freundin Lea auf einer Bank in der Nähe des Feuers bequem gemacht. „Wir sind jedes Mal dabei und finden den Lampionumzug toll“, so Sophie. „Ich habe sicherheitshalber die Laterne mit dem elektrischen Leuchtstab mitgenommen“, erzählte Gerda Sudau und zündete die Kerze in der Igellaterne ihrer Enkelin Jette an. „Die haben wir uns im Kindergarten gebastelt“, so die Dreijährige. Sie hatte Spaß am Toben im Dunkeln, fand die Feuerwehr und das Feuer toll.

„Wir gehen seit vier Jahren mit unseren Kindern, Nichten und Neffen Lea, Ole, Jill und Stacy zum Martinsumzug mit. Ich finde es schön, es ist familiär, man trifft sich mit Freunden und rückt in der dunklen Jahreszeit näher ums Feuer zusammen“, sagte Juliane Glas. Die 25-Jährige mag den Plausch draußen mit Freunden und Familie.









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