Wariner : Wariner Tafel muss nächstes Jahr umziehen

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Nach der Kündigung durch die Volkssolidarität sucht der gemeinnützige Verein neue Räumlichkeiten. Großes Interesse besteht an einem Teil der Mühlenbruchschen Schenkung.

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04. Dezember 2014, 17:34 Uhr

Die Wariner Tafel ist auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten: Die Volkssolidarität hat ihr die über der Wäscherei am Kirchtor zum

31. März kommenden Jahres gekündigt. Doch die ehrenamtliche Arbeit geht weiter, bedürftige Menschen in Warin werden auch künftig mit Lebensmitteln unterstützt, sagt Andreas Spriewald, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Tafel. „Wir wollen die Versorgung absichern.“ Die im Oktober 2009 gegründete Tafel gibt derzeit an etwa 100 Kinder und 200 Erwachsene Lebensmittel aus.

Der Vorstand habe sich Gedanken gemacht, Objekte angesehen und sei nun mit einem Angebot an die Stadt herangetreten. Danach will die Tafel einen Teil der Mühlenbruchschen Schenkung, die lange leer steht, „entgeltlich“ nutzen, ganz konkret die rechte Hälfte im Erdgeschoss. Das bedeute, der gemeinnützige Verein zahle Pacht und die vollen Betriebskosten, so wie bisher am Kirchtor. Das Geld dafür komme aus Spenden.

Der Aufwand, die Räume herzurichten, sei „überschaubar“, meint Spriewald. „Da muss kein hoher Standard mit goldenen Wasserhähnen rein.“ Entscheidend sei, dass die ehrenamtlichen Helfer ordentliche Bedingungen hätten, um die gespendeten Lebensmittel annehmen, aufbewahren, sortieren und ausgeben zu können. Eine Rampe sei vorhanden. Und weil es um das Erdgeschoss gehe, wäre das eine große Erleichterung gegenüber jetzt.“ Um die Räume instand zu setzen, werde
vor allem Muskelkraft gebraucht. Und da vertraue er wie bisher auf zahlreiche Helfer, so Spriewald.

Es könnten „mehrere Probleme auf einen Schlag gelöst werden“, meint er. So stünde der schöne Altbau, ursprünglich ein Armenhaus der Stadt und zuletzt für lange Zeit als Alten- und Pflegeheim genutzt, nicht länger leer. „Und wenn erst einmal ein Nutzer drin ist, bietet sich für andere, die auch dringend Räumlichkeiten suchen, vielleicht ebenso die Gelegenheit“, hofft Spriewald. Vor mehr als einem Jahr hatten zwei soziale Einrichtungen aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg Interesse bekundet (wir berichteten), doch das hat sich offenbar zerschlagen.

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