Warin : Wariner Kindertagesstätte bleibt länger auf dem Ziegelberg

Michael Ankermann
Michael Ankermann

Die Beschaffung von Fördermitteln steht mit Dringlichkeit an erster Stelle. Die Verlängerung des Pachtvertrages für die Container ist kein Problem, sagt Bürgermeister Michael Ankermann.

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24. Juni 2016, 05:00 Uhr

Wie es mit der Kindertagesstätte auf dem Ziegelberg weitergeht, war eine Anfrage auf der Sitzung der Wariner Stadtvertretung am Mittwochabend. Am wichtigsten sei derzeit, Fördermittel einzuwerben, antwortete Bürgermeister Michael Ankermann. Dazu liefen die Gespräche. Zugleich werde im Hintergrund an den Planungen gearbeitet. „Wir können aber davon ausgehen, dass die Kita ein weiteres Jahr auf dem Ziegelberg bleibt“, so der Bürgermeister. Den Pachtvertrag für die Container zu verlängern, sei kein Problem. Das müsse nur rechtzeitig erfolgen.

Mit dem DRK Nordwestmecklenburg als Träger habe es Gespräche über die Anschaffung von Spielgeräten gegeben, um die Einrichtung attraktiver zu gestalten. Auch werde überlegt, ein oder zwei von der ehemaligen Kita in Klein Labenz umzusetzen, sofern das Sinn mache.

Das Fördervolumen des wichtigsten Vorhabens der Stadt müsse auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass die vom Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg betriebene Evangelisch integrative Kindertagesstätte „Regenbogen“ demnächst die Hortbetreuung einstellt und dafür Ersatz gebraucht werde. Freie Hortplätze gebe es derzeit aber nicht.

Bei der Beratung des Haushaltes 2016 im Dezember in der Stadtvertretung stand die Frage, ob es angesichts der Entwicklung zu Ganztagsschulen noch sinnvoll sei, die Kita mit einem Hort zu bauen. Die geplanten Kosten für den Neubau waren auf 2,7 Millionen Euro angewachsen. Knapp ein halbes Jahr zuvor hatte die Stadtvertretung eine halbe Million weniger beschlossen. Deshalb wurde über diese Summe schon in der Dezember-Sitzung auf Antrag des Bürgermeisters eine Sperre verhängt. Diese blieb auch bestehen, als die Stadtvertretung dem diesjährigen Haushalt beim zweiten Anlauf im Januar zustimmte. Ob sich in der neuen Situation die beabsichtigte Einsparung der halben Million Euro zu Lasten des Horts tatsächlich durchsetzen lässt, wohin die Entwicklung in dieser Hinsicht überhaupt gehen soll, wird Gegenstand weiterer Diskussionen sein.

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