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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 04:08 Uhr

Tierschutz : Wariner Katzen brauchen Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verwilderte Population wird ohne Kastration immer größer / Sternberger Tierschutzgruppe engagiert sich auch hier ehrenamtlich

von
erstellt am 23.Aug.2014 | 16:00 Uhr

„Es ist wie immer. Jemand hat seine Katze oder seinen Kater nicht kastrieren lassen, ungewollter Nachwuchs ist gekommen, wurde ausgesetzt – und plötzlich waren es etwa 20 Katzen und Kater auf dem Areal unterhalb des Friedhofs in Warin im Wäldchen und auf dem Gelände der ehemaligen BHG und des Pennymarktes bis zum Bahnübergang“, beschreibt Antje Cieslak von der Sternberger Tierschutzgruppe die Situation.

Im Winter 2012/2013 waren die Tierschützer auf die Notlage der sich in dem Gebiet verwildert lebenden Katzenpopulation von damals ca. 20 Jung- und Erwachsenentieren und deren schlechten gesundheitlichen Zustand aufmerksam gemacht worden. „Die Tiere waren angefahren, verletzt, ausgehungert, von Katzenschnupfen und -husten, Würmern, Flöhen sowie Durchfall etc. geschwächt“, weiß Cieslak.

Die verletzten und erkrankten Tiere wurden tierärztlich behandelt, versorgt und von ehrenamtlichen Mitgliedern der Tierschutzgruppe gepflegt. Eine Futterstelle wurde eingerichtet und die Erwachsenentiere zur Kastration vorbereitet. „Zwei Katzen und vier Kater konnten 2013 kastriert werden. Doch bei weiteren neun Jungtieren müssen in diesem Jahr die Kastrationen durchgeführt werden, um einer erneuten unkontrollierten Vermehrung zuvorzukommen. Unsere Tierschützer sind deshalb jetzt auch im Gespräch mit dem örtlichen Amt, um eine finanzielle Absicherung zu erwirken. Denn die Sternberger Behörde ist für den Wariner Bereich nicht zuständig“, macht Antje Cieslak aufmerksam.

Was nun Zeit koste, denn die Katzen könnten inzwischen schon wieder Junge bekommen.

Die bisherigen Kastrationen wurden durch Spenden an den Tierschutz und aus privaten Eigenmitteln finanziert. Wie ehrenamtliche Mitglieder auch das Tierfutter finanzieren würden. Wer die Tierschutzgruppe unterstützen möchte, auch zweckgebunden für die verwildert lebenden Wariner Katzen, kann Kontakt zur Gruppe über Reiner Hofmann unter Telefon 038485/50060 oder 0151/17841017 aufnehmen. Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Die Gruppe würde sich zudem über weitere Unterstützung der ehrenamtlichen Betreuung von Katzen freuen oder über Tierfreunde, die ihnen vor Ort hilfreich zur Seite stehen. „Unsere Mitglieder kennen ihre Schützlinge genau. Es werden auf gar keinen Fall fremde Freigängerkatzen eingefangen, kastriert oder weitervermittelt“, sagt Antje Cieslak.

Die Tierschutzgruppe ist eine seit vier Jahren gewachsene Gruppe in Sternberg, die zum Tierschutzverein Güstrow und Umgebung gehört. Jeden zweiten Montag im Monat versammeln sich die Mitglieder ab 16 Uhr im Bahnhofsgebäude in Sternberg. Weitere Interessierte sind willkommen. Auch der telefonische Kontakt ist möglich.

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