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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 01:19 Uhr

Wariner fühlt sich medizinisch gut versorgt

vom

svz.de von
erstellt am 20.Mär.2012 | 06:19 Uhr

Warin | Was macht unsere Städte und Dörfer lebenswert? Hunderte SVZ-Leser beantworteten den Fragebogen in unserer großen Serie, mit der wir herausfinden wollen, wie zufrieden die Menschen mit ihrem Wohnort sind. Eine große Rolle spielt dabei auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Hans-Jürgen Cayé berichtete unserer Zeitung, wie er die Situation in Warin einschätzt. "Im Ver gleich zu anderen Orten sind wir in Warin garnicht mal so schlecht dran", findet der 63-Jährige. In der Stadt gibt es drei Allgemeinmediziner, darunter auch einen Kinderarzt, zwei Zahnarztpraxen und einen Frauenarzt.

In anderen Orten zeigt sich ein anderes Bild. Teilnehmer unserer Befragung aus Ventschow und Zahrensdorf beklagen, dass sie keinen Mediziner vor Ort haben. Zu wenige Ärzte bemängeln Leser aus Witzin und Sternberg. Noch kritischer sieht ein Großteil der Befragten aus dem Bereich Sternberg-Brüel-Warin die Versorgung durch Fachärzte. Cayé berichtet, dass in Warin weder ein Haut- oder Augenarzt, noch ein anderer Facharzt ansässig ist. Der einzige Chirurg des Ortes ist schon vor Jahren weggezogen.


"Ein Besuch beim Facharzt ist immer mit einer Fahrt nach Schwerin oder Wismar verbunden", erläutert der ehemalige Berufssoldat. Er hat damit kein Problem, kann er doch sein Auto nutzen. Für Menschen, die nicht so mobil sind, stelle das jedoch eine Belastung dar, fügt er hinzu. Diese sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Da Busse und Bahn aber nur sporadisch fahren und der eine oder andere Bürger sich ein Fahrticket nicht leisten kann, ist ein Termin beim Arzt nicht jederzeit möglich. Weitere Probleme sieht Cayé darin, für die meist älteren Mediziner geeignete Nachfolger zu finden. Als regelmäßiger Besucher der Stadtvertretersitzungen weiß Cayé, dass sich Warin, wie viele andere Orte, seit Jahren um eine Lösung dieser Problematik bemüht. Bisher aber ohne Erfolg.

Umfrage-Ergebnisse:

Medizinisches Angebot: Nur jeder Elfte vergibt sehr gute Noten
Das medizinische Angebot stuft rund jeder Elfte der Teilnehmer unserer Lebenswert-Studie als „sehr gut“ ein. Jeweils 26 Prozent der Befragten verteilen die Noten „gut“ und „befriedigend“. Die Note 4 vergibt jeder Fünfte. Elf Prozent beurteilen das Angebot als „mangelhaft“ und vier Prozent als „ungenügend“.

Zahl der Einkaufsläden: 41 Prozent finden sie mindestens gut
Überwiegend positiv stufen SVZ-Leser die Zahl der Einkaufsläden ein. So bewerten 15 Prozent das Angebot als „sehr gut“, 26 Prozent als „gut“. Jeder Vierte findet die Einkaufsmöglichkeiten „befriedigend“. Jeder Sechste beurteilt das Angebot als „genügend“. Die Note 5 vergeben sechs Prozent, die Note 6 acht Prozent.

Arbeit der Behörden: Großteil beurteilt sie als befriedigend
Weniger zufrieden sind die Teilnehmer unserer Lebenswert-Studie mit der Arbeit der Behörden. 43 Prozent bewertet sie als „befriedigend“. Als „sehr gut“ beurteilen sie vier Prozent, als „gut“ 21 Prozent. Jeder Sechste stuft die Arbeit mit der Note 4 ein. Vier Prozent der Befragten vergibt die Note 5, acht Prozent die Note 6.

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