Oldtimermuseum Groß Raden : War’s die letzte Ausfahrt?

Kann sich bei seinem guten Stück, der Sport-AWO, nicht satt sehen: Rüdiger Wendt aus Klein Labenz (r.). Mit in der Runde: (v.l.) Winfried Lohse, Jochen Peters (bd. Brüel ) und Dieter Rechner (Sternberg).
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Kann sich bei seinem guten Stück, der Sport-AWO, nicht satt sehen: Rüdiger Wendt aus Klein Labenz (r.). Mit in der Runde: (v.l.) Winfried Lohse, Jochen Peters (bd. Brüel ) und Dieter Rechner (Sternberg).

Das Oldtimermuseum Groß Raden steht möglicherweise vor dem Aus. Der Mindestlohn stellt die Einrichtung vor erheblichen finanzielle Probleme.

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28. September 2015, 06:15 Uhr

Kräftige Sorgenfalten gab es beim Saisonausklang der „Freunde historischer Fahrzeuge e.V. Groß Raden“ am Oldtimermuseum in Groß Raden. Die traditionelle Veranstaltung, zu der sich die Liebhaber alter Autos, Motorräder, Mopeds und Fahrräder – die Oldtimer müssen Baujahr 1970 und älter sein – am Samstag einfanden, könnte die Letzte gewesen sein.

Dabei war auch – natürlich – Rüdiger Wendt aus Klein Labenz mit seiner Sport-AWO, Bj. ’56. Um das Schmuckstück herum standen die Brüeler Jochen Peters und Winfried Lohse sowie Dieter Rechner aus Sternberg. Groß Raden ist ein Pflichttermin unter den PS-Nostaldikern. Man trifft und kennt sich in der Szene, fachsimpelt bei der Gelegenheit. Und es ging – wer wollte – auf eine Ausfahrtrunde. Die führte diesmal über 13 km von Groß Raden über Sternberg, Groß Görnow, Sternberger Burg und zurück zum Museum.

Alles wie gehabt sozusagen wenn da nicht die Sorgenfalten wären. „Es ist schwierig für uns, es kommt nicht so viel Geld rein“, so Vereinsmitglied Jochen Peters, der verbal einen düsteren Streifen an den sonnigen Samstags-Horizont malte: „Es kann sein, dass wir dicht machen. Ich hoffe es natürlich nicht.“ Schuld sei das Mindestlohngesetz. Seit Inkrafttreten öffnet das Oldtimermuseum nur noch samstags/sonntags (SVZ berichtete). Abgesichert durch Vereinsmitglieder; geringfügig Beschäftigte kann man wegen des 8,50 Euro/Stunde Mindestlohns nicht heranziehen. Bei Ronald Fentens, dem stellvertretenden Leiter der Groß- Radener Oldtimerfreunde, hört es sich noch dramatischer an: „Es sieht ernst, sehr ernst aus.“ Bis zum geplanten Saisonende am 31. Oktober ist das Museum wie gehabt an den Wochenenden geöffnet. Wie und ob es 2016 weitergeht, stehe in den Sternen…

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