zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 03:18 Uhr

Sternberger Seenland : Wandern auf den Spuren der Eiszeit

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Wer mit Hans-Werner Lübcke auf Tour geht, bekommt auch erklärt, was man sieht und wie die Schönheit der Landschaft entstanden ist

von
erstellt am 09.Mär.2017 | 06:00 Uhr

Hans-Werner Lübcke aus Brüel wird auch in diesem Jahr wieder Einheimischen und Besuchern unter dem Motto „Wandern auf den Spuren der Eiszeit – geführte Wanderungen im Naturpark Sternberger Seenland“ die Schönheit unserer Region näher bringen und dabei auch auf deren Entstehung eingehen.

Bis Mitte 2014 hat der Diplom-Geologe (FH) im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV (Lung) als Sachbearbeiter im Dezernat Oberflächen-/Rohstoffgeologie gearbeitet. Dann in der Altersteilzeit wollte er aber weiterhin aktiv sein. Nur Ruhestand wäre ihm nicht genug, begründet der 63-Jährige. „Im Angebot, mich auf Wanderungen zu begleiten, habe ich eine Möglichkeit gesehen, durch aktives Tun unsere wunderschöne und interessante Natur zu bestaunen und zu erfahren, warum sie so ist und wann sie so wurde“, sagt er.

Primär auslösendes Element dafür sei sicherlich seine berufliche Tätigkeit als Diplom-Geologe gewesen. Noch gut und ebenso gern erinnere er sich an ein Zeltlager im Kirnitschtal bei Bad Schandau zum Start in sein Berufsleben, die Exkursionen während dieser Zeit durch den Thüringer Wald, das Erzgebirge und entlang der Ostseeküste. „Die Einfahrten in die Stollen und Schächte des Steinkohle- und Uranerzbergbaus des Salz- und Kupferschieferbergbaus haben genauso unauslöschbare Erlebnisse hinterlassen. Hier schließen sich nahtlos die Bilder zu den Kiessandtagebauen bei Waren/Müritz, den Kreideabbauen auf der Insel Rügen und den Exkursionen zu den großen Bohranlagen in MV an. Bis zum Abschluss meiner Berufstätigkeit hat sich diese Erfahrung mit der Katalogisierung aller schutzwürdigen geologischen Sehenswürdigkeiten und der Probennahme und Schurfbeschreibung an der riesigen, quer durch MV verlaufenden Erdgasleitung fortgesetzt“, zählt Lübcke auf.

Bei allem habe es Erklärungen und Wissensvermittlung durch die älteren, erfahrenen Kollegen gegeben, wofür er ihnen noch heute sehr dankbar sei. „Die Erfahrung, dass man das, was man sieht, auch erklären sollte, hat sich mir sehr eingeprägt. Der zweite wichtige Grund war, dass ich genau diese Erfahrung auf Touren im Urlaub oder bei vielen anderen Begebenheiten vermisst habe. Man konnte sich an den Schönheiten der Natur erfreuen, aber warum es sich so darstellt, wurde mir nicht vermittelt. Und das möchte ich den Teilnehmern meiner Wanderungen mit meinen bescheidenen Mittel weitestgehend doch ermöglichen“, erklärt der 63-Jährige seinen Anspruch. Seine Wanderungen werden überaus gerne angenommen. Wobei Hans-Werner Lübcke auch auf die Wünsche der Teilnehmer eingeht und so 2017 außerhalb der Ferien- und Urlaubszeit mehr Touren auf den Sonnabend gelegt hat.

 

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf ePaper.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen