Sternberg : Wacholder gestutzt auf der Badeinsel

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Badeinsel am Luckower See: Noch nicht vom Eise befreit, aber von etlichen fremdländischen Nadelgewächsen. Michael Beitien

Auf der Sternberger Badeinsel am Luckower See wurden etlichen fremdländische Nadelgewächse gestutzt, die nicht in den Uferbereich passen. Die Naturschutzbehörde machte die Vorgaben für die Arbeiten.

svz.de von
26. März 2013, 11:12 Uhr

Sternberg | Nicht vom Schnee und Eis befreit ist die Sternberger Badeinsel am Luckower See zu Beginn dieses Frühjahrs, dafür aber von etlichen fremdländischen Nadelgewächsen, die nicht in den Uferbereich passen.

In den vergangenen Jahrzehnten war die Insel nach und nach zugewachsen. Schon lange hatte es hier keine Pflegearbeiten mehr gegeben, berichtet der Sternberger Naturfreund Jochen Engmann. Jetzt sei diese erfolgt, aus seiner Sicht gut gelungen und es endlich wieder zu erkennen, dass man sich auf einer Insel befindet, erklärt Engmann. Er lobt dabei insbesondere das Engagement von Gerhard Krüger, der einen Fachausschuss in der Sternberger Stadtvertretung leitet.

Ziel des Tourismus- und Umweltausschusses war es, den Trockenrasen auf der Insel vor einer Verwaldung zu schützen, erklärt Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt zum Hintergrund. Und auch die Badeinsel aus touristischer Sicht aufzuwerten.

Der Umweltausschuss habe umfangreichere Arbeiten vorgeschlagen: Thuja-Säulen, Wacholder und Schlehenbüsche am Rundweg beseitigen und eine Sichtschneise an der Badestelle einrichten. Es sollte keinen Eingriff in den Baumbestand geben, aber die Sämlinge sollten weg.

Im Januar wurde dann bei einer Begehung der Insel mit der Unteren Naturschutzbehörde festgelegt, was weg darf und was nicht. Als tabu wurde dabei die Zone am Ufer eingestuft, zwischen dem Rundweg und dem Luckower See. Hier seien nur zwei Ausnahmen genehmigt worden, sagt Quandt: An der Badestelle durften eine schadhafte Strauchweide und ein chinesischer Wacholder beseitigt werden. Landseitig, im Kernbereich der Insel, gab es hingegen grünes Licht, dass der chinesische Wacholder und die untypischen Thuja-Säulen entfernt werden. Dagegen sollte der Flachwuchswacholder am Hang stehen bleiben, der als Brutstätte für Vögel dient. Auch in die Schlehen am Weg durfte nicht eingegriffen werden. Die Arbeiten waren zum großen Teil mit Hilfe des Sternberger Bauhofes in einer kurzen Phase umgesetzt worden, als gerade kein Winterdienst geleistet werden musste. Zusätzlich, so erfuhr SVZ, hatte Gerhard Krüger mit Helfern seines Vereins "Sternberg und mehr" hier Einsätze geleistet.

Mit dem Bau von Wohnungen in der Karl-Marx-Straße ab Ende der 1960er-Jahre stieß die Insel, auf der früher Kühe geweidet wurden, auf ein wachsendes Interesse für die Naherholung der Sternberger. Zusätzliche Bedeutung erhielt sie mit der Entwicklung des Fremdenverkehrs ab den 1970er-Jahren. Bis heute befindet sich hier der einzige offizielle FKK-Strand der Region.

Wie Jochen Engmann erfahren hat, gibt es mittlerweile Überlegungen, die Insel auf dem Luckower See künftig wieder regelmäßig mit Schafen beweiden zu lassen, um so auch die Vegetation flach zu halten.

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