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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. September 2017 | 17:26 Uhr

Betrug in Sülten : Vorsicht, gefälschte Telefon-Rechnung

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sültener erhielt profihaft aussehendes Mahnschreiben der „Telekom Deutschland“ mit lettischer Adresse.

Seine Telekom-Rechnung bekommt der Sültener Alain Raymond stets per Mail. Jetzt fand er eine profihaft gefälschte Mahnung für Monat April auf seinen Computer. „,Das ist aber reichlich spät. Mit Mahnungen ist die Telekom ansonsten immer sehr schnell‘, sagte ich mir. Aber es kann ja immer mal sein“, dachte sich der 67-Jährige.

Die Mail sah „wirklich täuschend echt aus, also machte ich sie auf“, so der bereits seit 40 Jahren in Deutschland – 20 davon in Mecklenburg – lebende gebürtige Südfranzose aus dem Raum Toulouse. Die Forderung von 172 Euro „war dreimal so hoch wie ich üblicherweise vertelefoniere. Also wollte ich der Sache auf den Grund gehen. Links oben war, wie bei der echten Telekom-Rechnung, ein Button zur Detailansicht. Als ich darauf klickte, kam die Nachricht, ich müsste erst ein Programm zum Öffnen kaufen. Das machte mich stutzig.“

Alain Raymond, der einst am Sternberger Gymnasium sowie später am Goethe-Gymnasium in Schwerin als Französischlehrer arbeitete und aktuell an der Walldorfschule in der Landeshauptstadt unterrichtet, sah sich daraufhin die Rechnung nochmals genauer an. Darauf stand „Telekom Deutschland“ und der Zusatz „laim@elvora.lt“. „Die Mail kam also offenbar aus Lettland.“ Raymond rief bei der Verbraucherzentrale in Schwerin an: „Ich brauchte keine vier Worte zu sagen, man wusste dort sofort Bescheid. Ich sollte um Gottes willen nichts weiter öffnen und alles sofort löschen.“

Gestern erstattete der Sültener Anzeige wegen Betrugsversuch bei der Sternberger Polizei und meldete sich zudem bei der SVZ. „Ich möchte damit andere warnen, denn sicherlich bin ich kein Einzelfall“, vermutet Raymond.

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