Gartenverein "Am Luckower See" Sternberg : Vorerst keine Seniorengärten

<fettakgl>Neuer Vorstand: </fettakgl>Gerd Laurinowski, Mathias Merseburger,  Bernhard Schulz, Thorsten Droß (hinten), Klaus und Irene Werner  <foto>manuela Kuhlmann</foto>
Neuer Vorstand: Gerd Laurinowski, Mathias Merseburger, Bernhard Schulz, Thorsten Droß (hinten), Klaus und Irene Werner manuela Kuhlmann

Brauchen wir Seniorengärten oder nicht? Diese Frage stellte sich der der Gartenverein "Am Luckower See". Die Sternberger sagen, dass die neuen gesetzlichen Bestimmungen ungültig sind.

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27. März 2013, 10:01 Uhr

Sternberg | Brauchen wir Seniorengärten oder nicht? Diese Frage stellte Vorstandsmitglied Irene Werner auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Gartenvereins "Am Luckower See" Sternberg e. V. in den Raum. Um die Pflege und Bewirtschaftung der Kleingärten für Senioren zu erleichtern, soll die Drittel-Regelung gelockert werden. Eine Änderung der Gemeinnützigkeitsrichtlinie ist als Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Ende Januar beim Vorstand eingegangen und stellt diesen nun vor einige Probleme. Die Vorschrift besagt nämlich auch, dass der Anteil der Parzellen zehn Prozent nicht übersteigen darf. "Das sind bei uns sechs so genannte Seniorengärten", rechnet Irene Werner. Der Vorstand habe dann den "Schwarzen Peter" und muss entscheiden, wer so einen Garten haben darf. Der Gedanke, Kleingärtner zu entlasten macht hier außerdem bei Senioren halt. Was sei denn mit kranken Mitgliedern, die keine Senioren sind oder Alleinerziehenden, mit wenig Zeit? Einen Garten altersgerecht zu gestalten, heißt doch außerdem nicht nur weniger Obst und mehr Rasen. Irene Werner zählte Maßnahmen auf, die auch ohne eine Veränderung der Nutzung Entlastung für ältere Kleingärtner bringen: barrierefreie Wege, Geländer zur sicheren Nutzung von Stufen und Treppen, mehrere kleinere Sitzplätze, die je nach Bedürfnis Sonnen- oder Schattenplätze schaffen, sind die ersten Schritte zu mehr Gartenqualität. Spalierobst und Früchte an gut begehbaren Stellen, höher gelegte Kräuter- und Gemüsebeete sowie gemulchte Pflanzflächen tragen zur Arbeitserleichterung bei. Sie rechnete vor, dass statistisch gesehen nur etwa die Hälfte der Kleingärtner im Verein über 60 Jahre alt seien. "Und wie kann es sein, dass eine Verwaltungsvorschrift aus dem Landesministerium das Bundeskleingartengesetz aushebelt?"

Bis alles vernünftig ausgearbeitet sei, da stimme ihr der Vorstand zu, werde der Gartenverein noch nicht aktiv, erklärte sie auch mit Blick auf bereits eingegangene Anträge.

Vorsitzender Bernhard Schulz hatte in dem von ihm durch Bilder aufgelockerten Geschäftsbericht auch sieben ungenutzte Gärten in der Statistik des Vereins benannt. Hier schlug Irene Werner ein Projekt mit Bienen vor und bot ihre Hilfe als Imkerin bei der Unterweisung von Vereinsmitgliedern an. Erstmalig sind Fördergelder beantragt und bewilligt worden. Von den etwa 5600 Euro sind die Haupttore versetzt und erneuert sowie die Außeneinfriedung ergänzt worden. Der Hauptwasseranschluss ist von einem Privatgrundstück in die Gartenanlage neu verlegt. Bernhard Schulz lobte die gute Zahlungsmoral der Gärtner und erinnerte noch einmal an Ordnung bei der Entsorgung der Gartenabfälle in den Containern und mahnte einen Umwelt- und Tierschutzfreundlichen Umgang, beispielsweise im Einsatz von Pestiziden an. Den Abschluss der Mitgliederversammlung bildete die Wahl des neuen Vorstandes. Bestätigt im Amt sind als Vorsitzender Bernhard Schulz, Irene und Klaus Werner sowie Gard Laurinowski im Vorstand. Neue Vorstandsmitglieder: Thorsten Droß, Matthias Merseburger und Christian Tack.

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