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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 08:11 Uhr

Sternberger seenland : Vor vier Uhr klingelte der Wecker

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Auf kommunalen Straßen der Region erledigen überwiegend Landwirtschaftsbetriebe den Winterdienst.

von
erstellt am 05.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Beinahe genauso früh wie für die Melker war gestern für Hartmut Priebe die Nacht zu Ende. Er zieht sonst mit dem Traktor Ackergeräte über die Felder von Gut Kuhlen, diesmal trug die Zugmaschine ein Schiebeschild vor sich her, um auf den Gemeindestraßen den Schnee zu räumen. Zwischen drei und halb vier ging es los. „Das hat wieder bestens funktioniert“, sagt Bürgermeister Ralf Toparkus. „Die Gemeinde hat hinterher selbst gesalzen. Die Abstimmung klappt jedes Mal gut.“

Insgesamt seien es in der Gemeinde Kuhlen-Wendorf, die aus zehn Dörfern besteht, 33 Kilometer, sagt Friederike Strothmann, die mit Ehemann Werner 1993 Gut Kuhlen gegründet hat. „Wir stellen als Dienstleister den Traktor mit Fahrer, das Schiebeschild gehört der
Gemeinde, die auch selbst Salz streut.“

Gegen vier Uhr startete Hannes Gertz von der Wariner Pflanzenbau eG mit Sitz in Trams Ausbau. Auch er arbeitet sonst als Schlepperfahrer im Feldbau und ist nun wie mehrere Mitarbeiter für den Winterdienst eingeteilt, erklärt Vorstandsvorsitzender Wolf-Dietmar Vetter. „Die Kollegen machen das dann selbstständig, sie wissen, wann sie los müssen.“ Hannes Gertz sei bereits am Mittwochabend einmal herumgefahren, habe sich ein Bild gemacht und das Streugerät aufgefüllt, sagt Wolf-Dietmar-Vetter.

Zur Chefsache von ihm oder Stellvertreter Daniel Bohl werde der Winterdienst, wenn es mit Schnee und Eis ganz dicke komme. „Dann stehen wir telefonisch ständig in Kontakt, konsultieren uns auch mit den Bürgermeistern oder dem Ordnungsamt. Das ist eine enge Zusammenarbeit, die gut funktioniert, auch mit dem Bauhof in Warin, der uns Straßen im Stadtgebiet abnimmt“, so Vetter.

Der Wariner Pflanzenbaubetrieb erledigt seit mehr als 20 Jahren Winterdienst. Das sei schon kurz nach der Wende losgegangen, zuerst für Straßenmeistereien in der Region. „Jetzt haben wir uns auf die Kommunen hier spezialisiert. Das sind Jesendorf, Bibow, Warin und Blankenberg“, sagt Vetter. Mit Bundes- und Landesstraßen habe der Betrieb folglich nichts mehr zu tun, sondern nur noch mit denen in Verantwortung der Kommunen, wie beispielsweise die von Warin zu und zwischen den Ortsteilen Klein und Groß Labenz, Mankmoos oder Pennewitt. „Insgesamt sind es 68 Kilometer, die wir betreuen“, sagt der Agrarchef. Morgendliche Schwerpunkte seien „die Busstrecken“, dort werde zuerst geräumt bzw. gestreut.

Die Technik für den Winterdienst habe der Betrieb sich selbst angeschafft: Streugerät, drei Schiebeschilder und Schneefräse. Letztere werde allerdings recht selten gebraucht, „wir sind jedoch auch für Katastrophenfälle ausgerüstet“, so Vetter.

Der Einsatz gestern früh sei „ganz normaler Winterdienst“ gewesen. Doch wie wir selbst feststellen mussten, anscheinend nicht überall... Je näher es Richtung Schwerin ging, umso mehr Schnee und Eis waren auf den Straßen.

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