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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. September 2017 | 13:04 Uhr

Vor Meisterschaft: Crossfahrer räumen Steine weg

vom

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erstellt am 06.Jun.2010 | 05:14 Uhr

Sternberg | Vor dem Vergnügen kommt der Schweiß: Mitglieder des Motorsportclubs (MC) Sternberg brachten am Wochenende ihre Rennstrecke in Schuss. Bevor diesen Sonnabend das große Motorsport-Event steigt, hieß es: Steine sammeln in der Sonne.

Ein Radlader fährt rückwärts über Sprünge und Schleifen; dahinter läuft ein halbes Dutzend Männer. Die Sonne brennt, Schweißperlen stehen auf mancher Stirn. Immer wieder müssen sich die Männer bücken, werfen dann große und kleine Brocken in die Schaufel des Radladers. Bücken, werfen, bücken, werfen. "Das dauert etwa sechs Stunden", sagt Jörg Poschmann. Der Fahrer beim MC Sternberg ist seit einigen Wochen mit anderen Vereinsmitgliedern dabei, die Strecke für die Landesmeisterschaften mit vielen Showeinlagen (siehe "Hintergrund") vorzubereiten. "Die Hälfte haben wir ja schon", sagt Poschmann. Dann wuchten er und Gordon Fehling jeweils große Brocken von sich.

An vier Wochenenden vorher werde die Piste aufgemöbelt. Nachdem der lehmige Boden maschinell tief gegrubbert ist, liegen überall Steine herum. Handarbeit ist angesagt. Die Steine müssten weg wegen möglicher Verletzungsgefahr. Wenn mehrere Crossfahrer gleichzeitig unterwegs sind, "könnten Steine an den Helm fliegen", weiß Poschmann. Das soll verhindert werden. Während die anderen sich bücken und sammeln, mäht Maik Grabbert mit einer elektrischen Sense das hohe Gras neben den Sprunghügeln, den ganzen Tag über: "Wir machen das für den Verein", sagt er lächelnd.

Unter den Helfern sind auch einige Freiwillige aus Sternberg, die einfach so mit anpacken. Wie Berthold Will, der einen Ein-Euro-Job in der Stadt habe. Hier ist er heute aus freien Stücken. "Ich mache gern mit", sagt Will. "Ich bin früher selbst mal gefahren."

Die lehmige Strecke des MC Sternberg sei gut für Motocross, erklärt Jörg Poschmann. "Sie trocknet nicht so schnell aus." An den kommenden Tagen werden die Vereinsmitglieder weiter mit Vorbereitungen beschäftigt sein, z.B. die dann zu fahrende Strecke genau kennzeichnen. Arbeit gebe es eigentlich immer. Bei früheren Arbeitseinsätzen haben die Motocrosser die 1400 Meter lange Bahn grundsätzlich verbessert, "z.B. die Sprünge erhöht", so Poschmann. Vorfreude auf Sonnabend.

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