Sternberg : Von zwei Wohnblocks nur Bauschutt übrig

Finkenkamp 9-11-13-15: Was von dem Dreigeschosser mit 24 Wohnungen geblieben ist, wartet auf den Abtransport. Danach muss noch der Keller heraus. Fotos: Rüdiger Rump
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Finkenkamp 9-11-13-15: Was von dem Dreigeschosser mit 24 Wohnungen geblieben ist, wartet auf den Abtransport. Danach muss noch der Keller heraus. Fotos: Rüdiger Rump

Nach dem Abtransport müssen noch die Keller entfernt werden. Der Rückbau im Sternberger Finkenkamp erfolgt aus demografischen Gründen.

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06. Juni 2017, 23:00 Uhr

Im Finkenkamp ist von den beiden Stewo-Wohnhäusern mit den Hausnummern 8 und 10 sowie 9-11-13-15 nur noch Bauschutt übrig. Wo Letzterer stand, der VEG-Block von 1965 mit vier Aufgängen und insgesamt 24 Wohnungen, landläufig so bezeichnet, weil hier seinerzeit mehrere Beschäftigte des volkseigenen Gutes eine neue Wohnung erhielten, liegt ein riesiger Berg von Abrissmaterial. Sobald das beseitigt ist, muss der Keller entfernt werden. Regina Nienkarn, Geschäftsführerin der Sternberger Wohnungsbaugesellschaft (Stewo), rechnet mit drei bis vier Wochen, bis die Fläche vollständig beräumt ist. „Wir wissen aber nicht, was uns noch erwartet, wenn erstmal der Schutt weg ist“, sagt Nienkarn und hält sich daher bedeckt, was die spätere Nutzung des 2531 Quadratmeter großen Grundstücks betrifft.

Der Schuttberg von dem 1975 errichteten Mehrfamilienhaus mit den Nummern 8 und 10 auf vier Etagen ist bereits sichtlich kleiner geworden. Schweres Gerät zerkleinert den Beton vor Ort so, dass die Bewehrung aus Eisen davon getrennt und das gleich gesondert abgelegt werden kann. Allerdings muss im Anschluss auch hier noch der Keller herausgenommen werden. Das kleinere, 1393 Quadratmeter umfassende Grundstück soll Nienkarn zufolge begrünt und damit das Wohnumfeld in dem Bereich aufgewertet werden. So sei auch an Sitzgelegenheiten gedacht. Betreut werde das Vorhaben von Planer Olaf Voigt aus Weiße Krug.

Der Rückbau erfolge aus demografischen Gründen. Die Häuser würden nicht mehr gebraucht, hatte Nienkarn gegenüber SVZ geäußert, bevor der Abriss begann. Sie seien wenig saniert gewesen und über Jahre zielgerichtet frei gezogen worden, indem etwa durch Ortswechsel frei gewordene Wohnungen nicht neu vergeben wurden. Die Wohnungen in Sternberg würden durch den Abriss der beiden Blocks auf keinen Fall knapp, hatte die Stewo-Chefin versichert.

Der eigene Bestand des kommunalen Wohnungsunternehmens umfasst gegenwärtig 967 Wohnungen, die sich von Borkow und Mustin über Sternberg und Brüel bis Warin und Bibow verteilen. Außerdem verwaltet die Stewo 482 Wohnungen anderer Eigentümer.

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