SPD Warin : Von Warin aus ins Moseltal?

<p>Vorm Wariner Rathaus: SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Mews scheiterte 2014  bei der  Stichwahl  denkbar  knapp gegen Amtsinhaber Michael  Ankermann (CDU).</p>

Vorm Wariner Rathaus: SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Mews scheiterte 2014  bei der  Stichwahl  denkbar  knapp gegen Amtsinhaber Michael  Ankermann (CDU).

Christian Mews strebt Beigeordnetenposten in Rheinland-Pfalz an. Die Entscheidung fällt morgen.

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10. Januar 2018, 12:00 Uhr

Um Christian Mews war es zuletzt, politisch gesehen, ziemlich ruhig geworden. 2014 kandidierte der heute 42-Jährige für die SPD ums Bürgermeisteramt in seiner Heimatstadt Warin. Er verlor die Stichwahl seinerzeit gegen Amtsinhaber Michael Ankermann (CDU) denkbar knapp mit 51 Stimmen und übernahm den Posten des SPD-Fraktionschefs. Nur einen Monat nach dem entscheidenden Wahlgang gab er u.a. nach Anfeindungen und Unterstellungen per Facebook während des Wahlkampfs in der Zwei-Seen-Stadt „im Interesse meiner Familie“ sein Abgeordnetenmandat zurück. Seitdem ist er „nur“ noch der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Warin / Bibow.

Wie SVZ nun in Erfahrung brachte, bewirbt sich Mews, der als Regierungsbaumeister in der Verwaltung des Landtages in Schwerin als Referatsleiter für Sonderaufgaben in Bauangelegenheiten tätig ist, um ein politisches Amt in Rheinland-Pfalz. Genauer gesagt geht es um den Beigeordnetenposten der Verbandsgemeinde Konz.

Die Verbandsgemeinde ist eine besondere Struktur in dem Bundesland und steht zwischen Landkreis und den Kommunen. Bei der in Konz handelt es sich um einen Zusammenschluss von zwölf Ortsgemeinden im Landkreis Trier-Saarburg, sie zählt mit über 31 500 Einwohnern zu den größten. Der Verwaltungssitz ist in der 18 000 Einwohner zählenden Stadt Konz, am Zusammenfluss von Saar und Mosel gelegen.

Wie SVZ von der örtlichen Zeitung, dem „Trierischen Volksfreund“, erfuhr, handelt es sich bei der Beigeordneten-Wahl um eine wichtige Stellung. Christian Mews würde der stellvertretende Chef von 200 Mitarbeitern werden und zugleich als erster „Sozi“ die schwarze kommunale Dominanz im Moseltal durchbrechen. Seit gut 50 Jahren stellt die CDU hier den Bürgermeister und Stellvertreter. Das wollen SPD und Freie Wählergruppe diesmal ändern und der SPD-Kandidat hätte gute Karten, war zu erfahren. Zudem sorgt die Personalie Christian Mews auch darum im äußersten Südwesten für Schlagzeilen, da „ein Bewerber aus MeckPomm“ sehr selten sei.

Christian Mews war gestern telefonisch für SVZ nicht zu sprechen. Auch seine Frau Susanne Mews, die wir in ihrem Modeladen erreichten, erklärte nur, „er ist derzeit nicht erreichbar“. Nach unserem Hinweis auf Konz zeigte sie sich verwundert : „Woher wissen Sie das!?“

Laut SVZ-Informationen weilt Christian Mews seit gestern und noch bis Freitag in Konz und soll auch bei der Abstimmung zugegen sein.

Für den 42-Jährigen ist dies nicht der erste Anlauf zur Rückkehr auf die etwas höhere politische Ebene. Ende Januar 2017 kandidierte er für den hauptamtlichen Senatorposten, Sachgebiet Planen und Bauen, in der Hansestadt Lübeck. Mews unterlag damals mit 22:25 Stimmen.

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