Museumsleben : Von Schlachtefest bis Playmobil

Museumsdirektor Dr. Björn Berg (r.) und der erste Bufdi im Kreisagrarmuseum, Matthias Schellhase aus Wismar  Fotos: Roland Güttler
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Museumsdirektor Dr. Björn Berg (r.) und der erste Bufdi im Kreisagrarmuseum, Matthias Schellhase aus Wismar Fotos: Roland Güttler

Der neue Direktor des Kreisagrarmuseums Dorf Mecklenburg, Dr. Björn Berg, will Bewährtes weiterführen und zugleich neue Akzente setzen

Das erste komplette Jahr des neuen Chefs im Kreisargarmuseum Dorf Mecklenburg hat am Montag mit der Museumsöffnung 2018 begonnen. Dr. Björn Berg hatte am 1. Oktober die Nachfolge des in Rente verabschiedeten Museums-Vaters Falko Hohensee übernommen.

Dr. Berg hat viele neue Ideen, will aber nichts überstürzen. Und manches sei auch noch nicht spruchreif. „Viele Veranstaltungen gibt es seit etlichen Jahren. Und was sich bewährt hat, daran müssen wir festhalten“, betont der Neue. Und so findet sich im 2018er-Veranstaltungsplan viel Bekanntes: Schlachtefest, Oldtimersaison, Kindertag, Ritterfest oder Hubertustag.

Neu wird hingegen sein ein „Musiktag samt (Instrumenten-)Flohmarkt mit der Kreismusikschule. „Dorf Mecklenburg ist eine Hochburg der Blasmusik. Es gibt keinen Ort in MV mit mehr Blasmusiker pro 1000 Einwohner“, hebt Dr. Berg hervor. Zudem gibt es Bläserklassen an der örtlichen Schule. Der Musiktag soll in Juni stattfinden, der Termin steht noch nicht fest.

Zudem ging das Kreisagrarmuseum eine Kooperation mit der Volkshochschule ein. „Vorträge finden in deren Räumen in Wismar, Dahlmannstraße statt. Für literarische Vorträge kommt ein Wismarer nach Dorf Mecklenburg gefahren“, berichtet Dr. Berg. Zum Auftakt am 25. Januar erfahren die Gäste Wissenswertes über Martha Müller-Grählert, die Dichterin des Ostseewellen-Liedes.

Neu hinzu kommt auch eine Playmobil-Ausstellung, die Organisation liegt in den Händen des ersten Bufdis im Kreisagrarmuseum, Matthias Schellhase. Wenn alles klappt, wird diese am 22. Juni eröffnet. Playmobil und Kreisagrarmuseum? „Das sind inzwischen auch Oldtimer“, antwortet Dr. Berg. „Von einer Dame“ habe man eine Sammlung erhalten, diese werde jetzt geordnet. „Es ist hoch interessant, ein Stück Zeitgeschichte. Der (Playmobil-)Polizist hatte früher einen Hund an seiner Seite und trug eine grüne Uniform. Seit 2014 hingegen ist er mit Helm und schwarzer Uniform ausgestattet, fast schon Kriegsmontur“, findet Dr. Berg. So wolle man jüngere Leute ansprechen, die Generation, die noch Pferd und Pflug kennen, sterbe aus.

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