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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. November 2017 | 18:58 Uhr

Sternberg : Von Eisläufern und Brummifahrern

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Schüler der ersten bis vierten Klassen bekamen am letzten Schultag vor den Ferien eine Einführung in die Welt der Berufe.

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 06:54 Uhr

Am gestrigen Freitag hatten die großen und kleinen Kinder Sternbergs ihren letzten Schultag vor den Herbstferien. Der wurde für die ersten bis vierten Klassen mit einem besonderen Programm begangen.

Zu Gast war der Rostocker Musiker Wolfgang Rieck in seiner Rolle als „Florian Fleißig“. Mit ohrenbetäubendem Lärm und viel Applaus wurde der 61-Jährige von den etwa 200 Kindern in der Sporthalle am Finkenkamp empfangen. In seinem Programm „Wir können alles werden!“ brachte er den Fünf- bis Zwölfjährigen die verschiedensten Berufe näher. Vom Schornsteinfeger über den Feuerwehrmann und den Kapitän bis hin zum Jäger war alles dabei. Aber auch Beschäftigungen wie der Scherzkeks, die Nervensäge oder der Tiefflieger kamen bei den Steppkes sehr gut an. Ganz begeistert sprangen die Kleinen auf und ab oder meldeten sich bei den Berufen, die sie später gerne machen würden.


Lernen, aber mit Spaß


„Florian Fleißig“ erklärte auch, warum man eigentlich einen Beruf erlernen muss. All das ging einher mit einer Vielzahl an lustigen Liedern und Melodien, die Wolfgang Rieck selbst schreibt, komponiert und arrangiert. Der kinderliebe Entertainer macht bereits seit über 15 Jahren solistisch Musik für Kinder und war auch vorher musikalisch unterwegs. In seinem Programm spielt er eine beachtliche Anzahl verschiedener Instrumente. Darunter Gitarre, Ukulele, Banjo, Ziehharmonika, Lotosflöte, Mundharmonika, Flügelhorn, Taschen-Trompete, Tenorhorn und eine Kazoo. Wolfgang Riecks Begeisterung für die Musik begann bereits mit neun Jahren, als er seine erste Gitarre geschenkt bekam. Von dem Zeitpunkt an übte er unermüdlich und spielte sogar in einer Schülerband.

Für die Kleinen Musik zu machen, ist dem 61-Jährigen ein Bedürfnis und eine schöne Herausforderung. Denn „Kinder sind ein sehr kritisches Publikum. Wenn man da Mist macht oder sie nicht unterhält, dann steigen sie auch aus“, wie er erklärt. Aber er liebe auch das sofortige Feedback, das ihm die Racker geben, schwärmt er. „Mit Kindern zu arbeiten ist immer eine große Freude.“

Auch wenn er den Jüngeren die Welt der Berufe näher bringt, kann sich „Florian Fleißig“ selbst nicht mehr so genau daran erinnern, was er werden wollte, als er klein war. Wahrscheinlich aber auch ein Klassiker wie Polizist oder Feuerwehrmann. Schließlich ist der heute 61-Jährige dann erstmal Matrose bei der Deutschen Seereederei geworden. Auch an die Seefahrtschule hat es ihn kurz gezogen, bevor er dann Elektronik studierte. Was dabei aber immer geblieben ist, war die Musik. Darum hat er sich ihr inzwischen ganz verschrieben.

Auf die Frage, was denn die Sternberger Jungs und Mädchen später mal werden wollen, gab es von einem Großteil der Anwesenden schon sehr differenzierte Antworten: In Zukunft wird Sternberg wohl viele neue Polizisten, Ärzte und Krankenschwestern haben, daneben aber auch Comiczeichner, Eiskunstläufer und sogar Schwerlastfahrer.


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