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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Oktober 2017 | 09:58 Uhr

Tempzin : Von der Melodika zum Akkordeon

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Musikschullehrerin Christa Obenauf wirbt um ihre Schüler in den ersten und zweiten Klassen von Pampow bis Sternberg.

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erstellt am 21.Jan.2014 | 16:42 Uhr

Die großen und kleinen Akkordeonisten der Musikschule Fröhlich unter der musikalischen Leitung von Christa Obenauf zeigten jüngst in Tempzin, was sie schon drauf haben. Die Schweriner Musiklehrerin ist als Franchise-Unternehmerin seit 17 Jahren für die Musikschule Fröhlich aus Eschenburg tätig. Sie rekrutiert ihre Schüler in den Schulen von Pampow bis Sternberg.

„Ich gehe in die ersten und zweiten Klassen der Grundschulen und stelle das Programm vor, frage, ob jemand Interesse hat, Akkordeon zu erlernen. Derjenige beginnt mit dem Melodikakurs, um die Tastengriffe zu erlernen, das Gehör zu schulen, Noten zu lernen. Wenn das klappt, gibt es nach einem Jahr das Akkordeon in die Hand. Es gibt aber auch Erwachsenenkurse. 17 Musiker habe ich zurzeit in der Gruppe, die in Schwerin Am Hang 30 üben. Meine älteste Akkordeonspielerin, Waltraud Redelstorff, ist 66 Jahre. Oftmals erfüllen sich die Erwachsenen einen lang gehegten Wunsch. Sie möchten in ihrer Freizeit etwas Sinnvolles, Schönes machen. Sie wollen endlich beginnen, was sie lange aus Zeitmangel vor sich her geschoben haben“, erzählte Christa Obenauf.

In jeder Grundschule hat sie vier bis fünf Musikschüler, mit denen sie nachmittags übt. Eine Übungsstunde dauert 45 Minuten. Besteht der Wunsch, weiteren Unterricht zu nehmen, so kann man freitags in der Zeit von 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr in Schwerin vorbeizuschauen. Geübt wird das Pflichtprogramm, Evergreens, Schlager, aktuelle Hits und auch Wünsche der Musikschüler, was sie üben und spielen möchten, werden erfüllt.

Selber begann die Musikschullehrerin im Alter von zehn Jahren Akkordeon zu spielen. Ihr Vater und ihre ältere Schwester spielten das Instrument und gaben damit den Anstoß. Hausmusik wird im heimischen Hause heute auch noch gepflegt, eher als es früher der Fall war, so die 51-Jährige.

„Meine Tochter spielte schon fünf Jahre Akkordeon. Dann wurde eine Erwachsenengruppe eröffnet und ich habe mich auch angemeldet. Seitdem bin ich dabei“, erzählte Ines Stramm aus Sukow bei Schwerin. „Mir macht es Spaß, schöne Lieder zu spielen“, sagte Lilly Marie Buchholz. Sie begann, wie viele andere auch, in der ersten Klasse mit dem Melodikakurs. Auch Katharina Kott aus Sternberg begann mit sieben Jahren zu spielen. Ihr älterer Bruder Marcus spielte schon Akkordeon und steckte seine heute 15 Jahre alte Schwester mit dem Musikinstrument quasi an. Auch Lina Lohöfener ist durch ihren Bruder Leo zum Akkordeonspielen gekommen. „Wir treffen uns einmal in der Woche zum Üben in Sternberg. Ansonsten übe ich sooft wie möglich zuhause. Mir gefällt es, dass wir eine kleine Gemeinschaft sind“, so die zwölfjährige Brüelerin.

Basti Drossel, 14, ist der Drummer in der Akkordeongruppe. Er begann mit dem Akkordeon, wollte sich aber gerne musikalisch erweitern. So probte er am Schlagzeug und beherrscht seit vier Jahren das Elektroschlagzeug, das sich bei Auftritten besser transportieren lässt als herkömmliche große Trommeln und Becken. Was wäre eine Musikgruppe ohne ihren Techniker. Den Part übernahm vor einem Jahr Dominc Link. Der 13-jährige Wariner drückt seit sieben Jahren die Tasten des Akkordeons und seit einem Jahr das Saxophon. Vor öffentlichen Auftritten treffen sich die Musikschüler zu gemeinsamen Proben, um eine harmonische, musikalisch-klangvolle Einheit zu bilden.

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