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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 16:13 Uhr

Brüel : Von der Denkmalliste runter

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die historische Bauernscheune wird bis auf den Vordergiebel abgerissen.

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 17:39 Uhr

Bei der gut 140-jährigen Brüeler Bauernscheune, die am Nachmittag des 24. Dezember nach starkem Regen und Wind teilweise eingestürzt war, wurde am vergangenen Freitag das komplette (Rest-)Dach fachmännisch von einer Abrissfirma aus Consrade bei Schwerin runtergenommen. Das bestätigte gestern Susanne Laurisch, die sich zusammen mit ihrem ebenfalls in Brüel wohnenden Bruder Karl um den Fortgang kümmert. „Besitzer sind meine Eltern, aber die will ich damit nicht groß belasten“, so Susanne Laurisch.

Nach dem Teileinsturz an Heiligabend wurde das Loch im Dach in den Folgetagen peu-à-peu größer, so dass jetzt nichts weiter übrig bleibt als der Komplettabriss. Dem stimmte die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu, die die Scheune seit etwa Mitte der 90er-Jahre auf ihrer Liste hatte. Ein entsprechendes Schreiben ging am Wochenende bei Susanne Laurisch ein.

Entscheidender Grund für die Denkmalpfleger war laut Landkreis-Pressesprecher Andreas Bonin „dass durch den Schaden an der Scheune beim Wiederaufbau so viel alt gegen neu ausgetauscht werden müsste, so dass es nicht mehr denkmalgerecht gewesen wäre“.

Die Straßensperrung der Zufahrt, die von der B 192 über die Straße zur Siedlung in das dortige Wohngebiet führt, soll laut Susanne Laurisch „so schnell wie möglich aufgehoben werden“. Bevor die Freigabe erfolgen kann, muss allerdings noch die Wand hin zur Straße zur Siedlung abgerissen werden. Susanne Laurisch: „Die Scheune wird ganz abgerissen bis auf die Giebelseite (hin zur B 192 – d. Red.). Als Erinnerung sozusagen.“ Allerdings müsste der Giebel wegen der Statik gestutzt werden. Ansonsten kommt nach dem Abriss „ein Zaun drum. Gebaut wird hier nichts mehr“, sagt sie.  

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