Sternberg : Von Barock bis Beatles

Spielten vierhändig am Klavier: Jördes (l.) und Torben.
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Spielten vierhändig am Klavier: Jördes (l.) und Torben.

Schüler der Musikschule Johann Matthias Sperger gaben Konzert in Sternberg

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12. Juni 2018, 05:00 Uhr

In der Musikschule Johann Matthias Sperger geht das Unterrichtsjahr zu Ende. Abschlusskonzerte gehören dazu, wie die inzwischen schon traditionelle Saalstunde, zu der am Sonntag in den Sternberger Rathaussaal eingeladen wurde. Elf Schüler im Alter zwischen zehn und 18 Jahren aus den Bereichen Lübz, Parchim und Sternberg, begleitet von ihren Musikpädagogen Larissa Müller und Volker Schubert, präsentierten ein abwechslungsreiches Programm mit musikalischen Werken der verschiedensten Epochen und zeigten vor Eltern und Gästen, was sie im Unterricht gelernt haben.

Die Jüngsten, die immerhin auch schon vier bis sechs Jahre Instrumentalunterricht haben, gaben den Auftakt. Jördes Dehmel und Torben Hammer, beide zwölf Jahre alt, spielten vierhändig „Katz und Maus“ auf dem Klavier. Der zehnjährige Tammo Bräuer hatte „In Dreams“, den aus dem Film „Herr der Ringe“ bekannten Song von Howard Shore, einstudiert. Was man mit beharrlichem Engagement erreichen kann, zeigten ihre älteren Klavier-Mitschüler Valerie Ohms, Joela-Kanitha Seppmann und Robert Schulz mit ihren Soli. Lampenfieber – für Robert schien das kein Thema zu sein. Mit viel Spielfreude und Ausdruckskraft spielte er „One Note Samba“. Auch Valerie hatte mit „Una Mattina“ zeitgenössische Musik für ihren Beitrag gewählt, Joela-Kanitha eine schwierige Mozart-Sonate.

Zwischen den Soli gab es Ensemblemusik, auch die wird an der Kreismusikschule in Vielfalt gepflegt. Das Blockflötenensemble Lübz mit Florentine Herrmann, Mathilda Reinsch und Katharina Böhmker gehört dazu. Barock und Beatles war ihre Musikauswahl, mit beidem wussten die jungen Talente das Publikum zu beeindrucken.

Mit Florentine Herrmann und Paul Gerling (beide Blockflöte) präsentierten sich zwei Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Florentine, Schülerin von Volker Schubert, gewann im Regionalwettbewerb einen 1. Preis, Paul, Schüler von Bianka Schubert, im Wettbewerb auf Bundesebene einen zweiten Preis. Von Volker Schubert auf dem Cello begleitet, zeigten sie ihr Können. Beide spielten Klassisches, Florentine eine Sonate von J. Chr. Pepusch. „Ciaccona“ von B. Marcello, ein Stück aus seinem Wettbewerbsprogramm, hatte Paul ausgewählt.
„Es sind die fortgeschrittensten Schüler, sie werden in Ensemblestunden unterrichtet“, kündigte Volker Schubert das Lübzer Klaviertrio an. Robert Schulz (Klavier), Julian Apsel (Geige) und Paul Gerling (Cello) setzten einen beeindruckenden musikalischen Schlusspunkt mit dem Finale aus Beethovens Klaviertrio op.1. Viel Applaus gab es für alle jungen Talente. Für viele gehört bereits jetzt das Musizieren fest zu ihrem jungen Leben. Für Julian und Robert steht schon fest, dass die Musik einmal ihr Beruf werden soll. Sie bereiten sich in der studienvorbereitenden Abteilung der Musikschule auf eine Hochschulausbildung vor.

Wer selbst Lust bekommen hat, ein Instrument spielen zu lernen, kann ein besonderes Angebot der Kreismusikschule nutzen. Bei einem Schnupperkurs im September können Kinder zwischen fünf und neun Jahren die verschiedensten Instrumente ausprobieren.
 

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