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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. November 2017 | 20:38 Uhr

Winterschwimmen : Vom See in den warmen Bottich

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Rund 20 Unerschrockene aus der Region sowie aus Rostock, Schwerin und Hamburg kamen nach Brüel an den Roten See.

Das war wieder ein Gaudi, zu dem Blockhüttenwirt Peter Krüger am vierten Adventssonntag an den Roten See eingeladen hatte. 20 unerschrockene Schwimmer aus der Umgebung sowie aus Rostock, Schwerin und Hamburg stiegen in das vier Grad kalte Wasser des Roten Sees. Während die meisten  bis zur Plattform mit dem Lichterbaum schwammen, drehten wenige gleich wieder um, kaum dass sie die Schultern unters Wasser getaucht hatten. Zum Aufwärmen ging es hinterher in den Zuber mit 35 Grad Wassertemperatur. Ein Gläschen Sekt bekam jeder zum Prosten.

Genüsslich zündete Peter Krüger die obligatorische Zigarre an und verkündete voller Freude aus dem dampfenden Zuber: „Zehn Leute in der Tonne! Das ist Rekord, das hatten wir noch nie.“ So schwappte das Wasser  über, denn es ging in den Bottich rein und raus.  

„Wir waren schon im letzten Jahr dabei, es hat uns gut gefallen“, sagte Rüdiger Lesener von den „Seehunden“ aus Rostock und Warnemünde. „Rüdiger hatte uns überzeugt, und wir sind mitgefahren“, so Peter Baltschus, der mit Frau Gerlinde, die schon elf Jahre Eisbaderin ist, seit drei Jahren in eisige Fluten steigt. „Eisbaden macht Spaß. Man fühlt sich hinterher einfach toll“, warf „Seehund“ Frank Zerbe ein. Er hatte einen orangefarbigen Pudel auf den Kopf gesetzt. Der dient nicht nur dazu, dass der Kopf über dem Wasser bleibt, sondern auch zum Gesehen werden.

„Ich habe mich den Rostockern angeschlossen und bin seit elf Jahren Eisbader. Bin

gespannt, wie es hier ist, denn ich gehe das erste Mal in einem See baden“, sagte Gero Lange aus Hamburg. Monika Scharenberg, Erika Knorr und Edda Ferl sind alte Hasen beim Winterbaden im Roten See. „Wie kalt das Wasser ist, das merke ich so recht gar nicht, weil ich jeden Tag ins Seewasser steige bei uns“, so die Mustinerin

Edda Ferl. Auch Sylvia Ihlenfeld gehört zur Stammriege am Roten See. Sie ging mehrmals an diesem Sonntag in den See. „Ich bin auch beim Silvesterschwimmen in Sternberg

dabei. Hier komme ich  gerne her. Peter Krüger richtet das Schwimmen nett aus. Das Ambiente ist ansprechend“, sagt sie. „Meine Mutter ist wenig erkältet. Ich bewundere sie, dass sie das kann, so ins kalte Wasser steigen. Ich bleibe lieber an Land, für mich ist es nichts“, so Thomas Ihlenfeld.

Erst in diesem Jahr begann Tom Böttcher mit dem Eisbaden. Der Crivitzer hatte mit dem Training im Sommer begonnen und bis jetzt durchgezogen. „Was er sich vornimmt, das schafft er auch“, fügte seine Mutter Andrea Böttcher an. Der 13-Jährige schwamm zur Plattform, brachte seinem

Vater Heiko das Likörfläschchen mit und zog sich sofort seine warme Kleidung an. Die etwa gleichaltrigen Jungen Yannick und Kendrick saßen lieber am Tisch und schauten zu. „Mein Vater ist jedes Jahr dabei. Ich hatte im vorigen Jahr auch mitgemacht“, erzählte Kendrick Samland.

 Fürs leibliche Wohl sorgte Sandra Walkowiak. „Für die Kinder haben wir Geflügelfleisch auf den Grill gelegt, für die Großen Bratwurst. Wer möchte, kann Heißes trinken oder sich mit Kesselgulasch aufwärmen. Unterstützung bekomme ich durch den Bio- und Naturkostladen Harling“, sagte sie. Der Weihnachtsmann schaute für die jüngsten Besucher auch  vorbei. In dem  Kostüm steckte natürlich Peter Krüger.

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