Sternberg : Vom Kugelberg wieder freie Sicht

An der höchsten Stelle bietet sich ein herrlicher Blick auf Sternberg mit der erhabenen Stadtkirche in der Mitte.  Fotos: Rüdiger Rump
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An der höchsten Stelle bietet sich ein herrlicher Blick auf Sternberg mit der erhabenen Stadtkirche in der Mitte. Fotos: Rüdiger Rump

Mitarbeiter des Sternberger Bauhofs haben Schneisen Richtung Stadt und See geschnitten

svz.de von
09. März 2016, 21:00 Uhr

Die Aussicht kann kaum schöner sein – linker Hand der Blick auf die Stadt mit der imposanten Kirche im Zentrum, weiter rechts  auf  den See  und den Heidberg. Petra Bruchmann ist total begeistert, nachdem Mitarbeiter vom Sternberger Bauhof die Böschung am Kugelberg teilweise frei geschnitten haben.  „Wir schicken gern Gäste  nach dem Essen zu einem Verdauungsspaziergang dorthin. Jetzt lohnt sich das erst recht. Man hat die ganze Stadt vor sich und bei guter Sicht einen herrlichen Blick  bis Groß Raden“, so Bruchmann. Sie und ihr Mann betreiben eine Pension am Sternberger Mecklenburgring.

„Ein kleiner Wermutstropfen“ sei der Zustand der  Treppe, die zu der Anhöhe führt. Dort könnten Spaziergänger leicht stolpern, wenn sie nicht genau aufpassten. Und es fehlten oben „ein, zwei Bänke“, um nach einem Fußmarsch die Aussicht so richtig zu genießen.

Es seien bewusst  Sichtschneisen in die beiden Richtungen frei geschnitten worden, weil sich dort der beste Ausblick biete, erklärt Dietmar Merseburger, Leiter des Bauhofs, auf SVZ-Nachfrage. Das sei lange nicht gemacht worden und der Kugelberg daher ziemlich zugewachsen gewesen. Es gebe wahrscheinlich auch Sternberger, die es lieber gesehen hätten, wenn alles so geblieben wäre, doch die vielen Spaziergänger, ob Einheimische oder  Besucher, freuten sich ganz bestimmt über den jetzt vorgenommenen Eingriff. „Ich habe alte Bilder gesehen. Nach denen standen auf dem Kugelberg überhaupt keine Bäume, es gab rundum freie Sicht“, sagt der Bauhofchef.

Er wisse auch, dass die Treppe in Ordnung gebracht werden müsse. Fleißige Ameisen hätten dafür gesorgt, dass die meisten Platten abgesackt seien. „Die richten wir noch im Frühjahr wieder her, um die Stolpergefahr zu beseitigen. Alles auf einmal geht leider nicht. Vorrang hatte das Schneiden der Bäume und Sträucher, weil das bis zum 1. März  passiert sein muss“, so Merseburger. Und gegenwärtig  sei es am wichtigsten, Straßen, für die  die Stadt verantwortlich ist, zu reparieren. Auch wenn der Winter kaum in Erscheinung getreten sei, habe er doch Spuren hinterlassen.  Und noch mehr  hätten  unbefestigte Wege gelitten, wie der zum Schießplatz, im Bereich von Fritz-Reuter- und Rudolf-Breitscheid-Straße, am Rauschenden Bach oder außerhalb der Stadt  am See in Richtung Pastin, zählt der Leiter des Bauhofes auf.

Außerdem werde begonnen, die Grünflächen im Stadtgebiet herzurichten. Die ersten Frühblüher würden schon in den nächsten Tagen gepflanzt, während die, die in den vergangenen Jahren zu Tausenden gesteckt wurden, nun langsam aus der Erde kommen würden.

Nach den Straßen und Wegen käme dann in einigen Wochen die Treppe zum  Kugelberg an die Reihe, so Merseburger. In diesem Zuge werde am höchsten Punkt auch eine Sitzgarnitur aufgestellt, wie von Petra Bruchmann angeregt. Es habe dort eine Bank gestanden, sagt der Bauhofchef, die sei allerdings 

irgendwann gestohlen worden. „Ich war längere Zeit nicht auf dem Kugelberg und auf einmal  verwundert, dass die verschwunden ist.“ Doch wenn die Witterung wieder deutlich mehr Spaziergänger auf den Kugelberg lockt und die Landschaft ausgrünt, soll  die Anhöhe nicht nur den schönsten Blick auf Sternberg bieten, sondern auch ohne Stolpergefahr erreichbar sein und zum längeren Verweilen auf einer Bank einladen.

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