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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 03:10 Uhr

Brüel/Weiße Krug : Vollsperrung nervt Kraftfahrer

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Baumaßnahme bis 30. Juli auf B 192. SVZ sah sich auf einem Schleichweg um.

von
erstellt am 25.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Die Vollsperrung der Bundesstraße 192, die noch bis 30. Juli anhält, nervt Kraftfahrer. Ein Durchlass zwischen dem Abzweig Tempzin und Blankenberg muss erneuert werden. Sichtbares Zeichen, dass hier etwas nicht stimmt, ist das wachsende Schilfrohr im Straßengraben.

Besonders Autofahrer, die von Brüel oder sogar Sternberg in Richtung Wismar wollen, sind betroffen. Pendler Jörg Thomas aus Sternberg ist ungehalten über einen „Umweg von mindestens 30 Kilometern“, wie er in einem Leserbrief kundtat. Die offizielle Umleitung führt ab Brüel über die B 104 bis Cambs und von da auf der L 101 weiter über Jesendorf und Büschow bis zum Anschluss an die B 192 und umgekehrt. Geht es für Autos nicht anders?, fragt der Leser.

Für Umleitungen auf Bundes- oder Landesstraßen gilt, dass sie den gesamten Verkehr aufnehmen müssen. Darum kommen in solchen Fällen Gemeindestraßen nie in Betracht, schon wegen ihrer teilweisen Tonnagebeschränkung, so die Auskunft aus dem Straßenbauamt Schwerin auf SVZ-Anfrage. Für Kraftfahrer sei die Umleitung aber stets nur ein Angebot. Wenn man andere, kürzere Strecken kenne, könne man die natürlich fahren, heißt es weiter.

SVZ schaute sich gestern Vormittag an, wer zum Beispiel von Sternberg oder Brüel aus per „Schleichweg“ über Friedrichswalde und Weiße Krug nach Warin fuhr. Zwar kamen einige Pkw – durchweg mit Kennzeichen aus der Region – entgegen, auch bog ein Trecker der Forst in Weiße Krug ab in den Wald. Unterm Strich hielt es sich aber in Grenzen. „Es fahren hier jetzt schon einige mehr lang, aber es geht“, fand der Wariner Peter Felde. Er hätte sich  das Ganze „schlimmer vorgestellt wegen der Vollsperrung“.

Peter Felde war gerade, trotz Nieselregens, beim Rasenmähen auf einem Grundstück, „das einem aus Bayern gehört. Ich schaue hier nur nach dem Rechten“, bemerkt er beiläufig.

Übrigens: Auf einem Grundstück im Dorf steht seit rund zwei Jahren ein täuschend echter Polizist samt Lasergerät. Der lässt die Kraftfahrer, die den „Ordnungshüter“ von Weiße Krug nicht kennen, erst einmal unweigerlich langsamer fahren, bevor sie der Attrappe gewahr werden. Felde: „Die Leute stoppen schon ab!“ Funktion erfüllt! Und was das vermeintliche Lasergerät betrifft, dabei handelt es sich um ein altes Radio…

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