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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 01:13 Uhr

Seehotel Sternberg : Volles Hotel – Restaurant besetzt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Das Vier-Sterne-Haus hat eine hohe Zimmerauslastung, doch die Kapazität abends im Restaurant stößt an Grenzen. Ein Sternberger Ehepaar wandte sich verärgert an die SVZ.

von
erstellt am 21.Mai.2015 | 07:30 Uhr

Enttäuscht vom Seehotel wandte sich Ehepaar Gredig aus Sternberg an die SVZ. Was war geschehen? Zum Ausklang des Wochenendes wollte es an einem Sonntag gegen 18.30 Uhr essen gehen. Das Restaurant im Seehotel war gut besucht, aber die Sternberger glaubten, Glück zu haben, denn es gab noch freie Tische. Der Kellner am Tresen fragte, ob sie Hausgäste seien. Als sie verneinten, bat er um ein wenig Geduld. Das gleiche Frage-und-Antwort-Spiel mit einer Kellnerin, die dann erklärte, dass es zeitlich gerade sehr ungünstig wäre, da alle Hausgäste ihr Abendbrot einnehmen würden. Die Sternberger waren verdutzt – freie Tische ohne Reservierungsschild, aber zeitlich ungünstig? Auf die Frage, wann es denn zeitlich passen würde, gab es keine Antwort. Die Kellnerin zuckte nur mit den Schultern, es täte ihr leid, aber es wäre nicht möglich, jetzt im Restaurant zu essen.


Im Juni und Juli schon über 90 Prozent


Sie hätten erwartet, dass die Kellnerin ihnen zumindest einen der freien Tische anbietet mit dem Hinweis auf längere Wartezeit, so Gredigs. Dann wäre es ihre Entscheidung gewesen, ob sie bleiben oder gehen. Oder die Frage, ob sie etwas später wiederkommen könnten. Aber nichts davon sei passiert, ärgert sich das Paar aus Sternberg. Eigentlich sollte es ein gemütliches Essen am Sonntagabend werden und nun war der Appetit vergangen. Zudem habe sich der fade Beigeschmack eingestellt, dass Sternberger vielleicht nicht erwünscht seien.

SVZ wandte sich an Hoteldirektor Dennis Homrighausen, der sich keineswegs überrascht zeigte. Für ihn sei es tatsächlich nicht das erste Mal, dass Außer-Haus-Gäste am Abend keinen Platz im Restaurant fanden und sich darüber beschwerten. „Ich freue mich über jeden Sternberger, der zu uns kommt, aber wir sind in erster Linie ein Hotelbetrieb“, erklärt Homrighausen. Und der sei mit früheren Jahren nicht vergleichbar. „Wir haben eine Auslastung wie noch nie und sollten gemeinsam froh sein, die Sternberger und wir, dass die Hütte voll ist.“

Im Februar sei das Seehotel zu 52,6 Prozent ausgelastet gewesen, im März zu 75 Prozent und im April zu 85 Prozent. Im Juni und Juli seien nach den bislang vorliegenden Buchungen schon jetzt über 90 Prozent zu erwarten und im August sogar 100. Meist werde Halbpension gebucht, bei der am Abend zwei Gänge serviert würden. Das brauche Zeit, und zudem wüssten die Kellner, wie viele Hausgäste noch zum Abendessen kommen. Daher könnten sie nicht jeden vermeintlich freien Tisch an Gäste von außerhalb vergeben.

Zur Erinnerung: In der Vergangenheit war das Vier-Sterne-Haus wegen zu geringer Auslastung zwei Mal innerhalb von drei Jahren in die Insolvenz gegangen. Nach Abschluss des Verfahrens im Sommer 2014 machte das Seehotel einen ambitionierten Neuanfang, bereits ab September ging die Zimmerauslastung steil nach oben.

„Wir sind ein junges Team, und da passieren auch Fehler, wie woanders ebenso“, wirbt Homrighausen um Verständnis. Beschwerden sollten, findet er, direkt an ihn herangetragen werden und nicht über die Zeitung. Seine Tür stehe Gästen stets offen, wenn er im Haus sei, sagt der Hotelchef, stellt sich aber zugleich eindeutig hinter die Mitarbeiter. Es gäbe eine klare Ansage, die etwa so laute: Wollen Sie erst einmal an der Bar Platz nehmen, bis ein Tisch frei ist?

Er bitte einfach zu honorieren, dass das Haus voll sei, um noch einmal zu betonen: „Wir wollen das Hotel erhalten und etablieren, und wir wollen die Sternberger; das muss allerdings ein Miteinander sein.“ So habe er kein Verständnis, wenn Saunagäste von außerhalb sich ihr Bier mitbringen oder manche, die einen Raum gebucht haben, sämtliche Getränke und sich zudem noch woanders im Hotel ausbreiten.

Um Beschwerden wie eingangs beim Abendessen zu vermeiden, gibt es die Überlegung, das Mobilar im Restaurant so umzustellen, dass mehr kleine Tische zur Verfügung stehen, sagt der Hoteldirektor. Bislang seien sie meist größer für mehrere Personen, doch sowohl Hotel- als auch andere Gäste kämen oft zu zweit und bevorzugten, unter sich zu sein, so dass zahlreiche Plätze frei blieben. Um fürs Abendessen ganz sicher zu sein, bittet der Hotelchef, vorher anzurufen und nachzufragen, wann es am besten passt, oder einen Tisch zu reservieren.

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