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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 13:28 Uhr

Brüel : Volles Haus und starke Musik

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ein großartiges Konzert von „Contact 4tett“ und Michael Jüllich in Brüel

Es wurde eng am vergangenen Sonntagabend im Brüeler Jazzzentrum Kulturknastfenster. Den Bühnenraum füllte ein beeindruckendes Gewirr an Klangkörpern, Instrumenten, Verstärkern und Einrichtungen für Tonaufnahmen. Und es strömten die Zuhörer. Bald waren alle Stühle besetzt und auch die herbeigeschafften Hocker blieben nicht leer.

Das Konzert begann furios, Schlagzeug geprägt. Michael Jüllich, exzentrischer Meister der Klänge und Geräusche, sorgte für kreative Momente, für Spannungen von hohem Unterhaltungswert. Die vier Musiker von „Contact 4tett“ nahmen Jüllichs Anregungen auf, bauten sie mit ihrem Musikverständnis zu einem großartigen Klangerlebnis aus, das unter die Haut ging. Evert Brettschneider (E-Gitarre) und Kai Kanthak (E-Bass) sind alte Weggefährten von Theo Jörgensmann (Klarinette). Schlagzeuger Bernd Oezsevim, Jahrgang 1980, der seit seinem neunten Lebensjahr Schlagzeug spielt und dessen Spielweise hochkarätig ausgezeichnet wurde, bereichert seit kurzem das Quartett. Die Leichtigkeit seines Spiels, Variabilität, Schnelligkeit und der taktgenaue Rhythmus, machen ihn zu einem der besten deutschen Schlagzeuger. Er begeisterte das Publikum, das sich bei ihm mit tosendem Applaus bedankte.

Die E-Gitarre von Evert Brettschneider, der an der veritablen Folkwang Hochschule in Essen Gitarre studierte und vom klassischen Fach zu Rock und Jazz wechselte, hätte man gerne mehr gehört.

Kai Kanthak studierte Musik in Essen, Düsseldorf und Köln, wechselte von der Gitarre zum Bass. 1975, da war er 20 Jahre alt, spielte er im Jazz Trio von Helge Schneider. Kanthak und „Ortsmatador“ Theo Jörgensmann setzten musikalische Achtungszeichen.

„Contakt 4tett“ rechtfertigte wegweisend und mit musikalischer Qualität die finanzielle Unterstützung durch den deutschen Musikfonds e.V. Damit erfolgte durch diese Organisation eine anerkennende Beförderung der Neuen Musik und der Brüeler Jazzszene.

Ein ungeheuer abwechslungsreicher Abend, wirklich großartig, die ganze Bandbreite dieser Musikrichtung mit seiner Musikalität und Kreativität war erlebbar, so die oft gehörten Einschätzungen beim nachkonzertlichen Zusammensein.

Und es kam die Frage auf, ob es bald auf Tonträger einen Mitschnitt dieses Brüeler Konzertes geben wird? Die Frage sollte als Wunsch verstanden werden. Also, wie steht es damit, Hausherr Theo Jörgensmann?

 

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