Brüel : Volkssolidarität baut Hotel zur Kita um

Mitarbeiter der Gerüstbau Mank GmbH aus Kritzkow haben innerhalb von zwei Tagen das komplette Haus eingerüstet.
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Mitarbeiter der Gerüstbau Mank GmbH aus Kritzkow haben innerhalb von zwei Tagen das komplette Haus eingerüstet.

Das ehemalige Seniorenhotel in Brüel ist seit gestern eingerüstet. Nach dem Umbau zur Kita können hier 123 Mädchen und Jungen betreut werden.

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15. September 2012, 02:33 Uhr

Brüel | Am ehemaligen Seniorenhotel in Brüel stehen seit gestern sämtliche Gerüste. Das Haus wird zur Kindertagesstätte umgebaut. Auf den Einzug der Handwerker haben Erzieher, Stadtvertreter und vor allem die Eltern der Kinder, die von der Volkssolidarität in Brüel betreut werden, viele Monate gewartet. Weil die alte Einrichtung in der Schulstraße erhebliche bauliche Mängel aufweist, war ein Teil der Kinder schon vor Monaten in das ehemalige Senioren hotel umgezogen (SVZ berichtete).

Auch während der Bauphase bleiben die Kinder im Haus. "An der Giebelseite und zum Spielplatz hin wird die Fassade deshalb noch mit einem Netz gesichert und der Eingang durch einen zusätz lichen Eingang weit weg vom Dach verlängert", sagt Kita-Leiterin Heike Möller.

Auch Dachdeckermeister Karl-Heinz Prehn war gestern auf der Baustelle. Seine Firma beginnt am Montag mit den Arbeiten am Dach. Weil die vorhandene Dämmung - das Haus wurde Mitte der 1990er-Jahre gebaut - längst nicht ausreicht, bringen die Dachdecker auf dem vorhandenen Blechdach eine PE-Folie und eine 160 Millimeter starke zusätzliche Dämmung auf. Zum Schluss wird das Dach mit Kunststoffplatten belegt. "Dass hier eine Firma aus dem Ort arbeitet, freut uns besonders, zumal Herr Prehn mit Robin und Lara zwei

Enkel in unserer Einrichtung hat", sagt die Kita-Leiterin. Denn auch alle Kinder beobachten natürlich, wie sich ihr Haus verändert. Und so haben die Mädchen und Jungen gleich mit Beginn der Gerüstarbeiten die Nasen an die Fensterscheiben gedrückt. "Die Kinder aus der Schulstraße kommen auf ihren Spaziergängen hier vorbei und haben von ihren Erzieherinnen auch schon erfahren, dass dies einmal ihre Kita wird", sagt Heike Möller.

Damit die Handwerker arbeiten und die Kinder weiterhin gefahrlos in der Einrichtung betreut werden können, wird das Haus in zwei Hälften geteilt. Dafür stellen die Trockenbauer im Foyer eine Wand auf, die zugleich die Kinder vor Baustaub und dem Betreten schützt, und schaffen im Bautrakt einen zusätzlichen Eingang für die Handwerker. Die Elektriker schalten eine Haushälfte stromfrei, und der Umbau kann beginnen. "Zuerst wird der linke Trakt vollständig saniert. Die Firmen, die alle aus der Region kommen, arbeiten parallel", sagt Heike Möller. Bei den wöchentlichen Baubesprechungen will sie nach Möglichkeit dabei sein, auch um den Elternrat über den Baufortschritt informieren zu können. "Eltern fragen natürlich nach dem Zeitplan. Das kann ich verstehen. Aber bei dem Hotel handelt es sich um einen Container, es gibt keinerlei Erfahrungen, wie lange so ein Umbau dauert", bittet sie um Verständnis.

In der künftigen Kindereinrichtung ist Platz für 99 Kita- und 24 Krippenkinder. In den linken unteren Trakt zieht einmal die Krippe ein, im rechten unteren eine gemischte Gruppe. Die obere Etage übernehmen die Steppkes aus der Kita. Heike Möller schwärmt, wenn sie von der Ausstattung erzählt: Fußbodenheizung in den Waschräumen, Treppenwaschbecken, kleine Kneipp-Becken, drei Kinderküchen... "Das wird ein Erlebniswaschraum, wo die Kinder auch plantschen und Boote fahren lassen können. In der Kinderküche können wir auch einmal einen Kuchen backen. Es wird viel Neues möglich", freut sie sich. Und ergänzt, dass natürlich auch der Außenbereich anschließend noch eine Veränderung erfährt, Spielgeräte aufgestellt werden und die Fläche vergrößert wird.

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