Warin : Viele Wasserproben nitratbelastet

Elias Gülzow im Labormobil unterstützte seinen Vater Harald Gülzow bei der Grunduntersuchung der Proben in Sternberg.
Elias Gülzow im Labormobil unterstützte seinen Vater Harald Gülzow bei der Grunduntersuchung der Proben in Sternberg.

Labormobil hatte in Warin Station gemacht.

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21. August 2015, 23:07 Uhr

In Sternberg hatte das Labormobil des VSR-Gewässerschutz e. V. im vergangenen Sommer Station gemacht. Jetzt konnten Interessierte in Warin ihr Brunnenwasser untersuchen lassen. 40 Leute waren mit in Flaschen gefülltem Wasser zum fahrenden Labor gekommen. „Das waren viele. Aber es gab hier früher schon einmal bei einer Untersuchung hohe Belastungen im Brunnenwasser“, begründet Dipl.-Physiker Harald Gülzow auf SVZ-Nachfrage. Viele würden ihr Planschbecken damit befüllen und wollten Sicherheit, dass es unbedenklich sei.

Wer sich für eine Grunduntersuchung entschieden hatte, bei der der Nitrat-, Säure- und Salzgehalt festgestellt werden, erfuhr das Ergebnis schon am gleichen Tag. Das nutzten etwa ein Viertel der Leute. „Bei fast der Hälfte der Proben, von Brunnenbesitzern aus dem Raum Warin und Neukloster gebracht, liegt der Wert über dem Schwellenwert von
50 mg/l Nitratbelastung. Optimal sei ein Wert unter 25 mg/l. Sehr hoch sei der Wert von 133 mg/l Nitratgehalt bei einer Probe aus Warin und 166 mg/l bei einer Probe aus Wilhelmshof, so der Experte. Dieses Wasser sollte nur zum Gießen von Zierpflanzen und Obststräuchern verwendet werden.

Brunnenbesitzer, die das Wasser auf zusätzliche Parameter wie Eisen und Bakterien untersuchen lassen, bekommen das Ergebnis per Post. Die Untersuchung sei aufwändiger, dauere mehrere Tage und könne vor Ort nicht geleistet werden, sagt Gülzow.

„Wir haben Nitratprobleme in der Region“, wiederholt er, was er vor einem Jahr schon in Sternberg festgestellt hatte.

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