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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 05:48 Uhr

Witzin : Viele Hände setzen neuen Zaun

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Eltern, Feuerwehrleute und Vertreter der Gemeinde kamen zum Arbeitseinsatz in der Witziner Kindertagesstätte „Weltentdecker“.

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2014 | 18:47 Uhr

Der alte Zaun um die Kindertagesstätte war marode, total rostig. „Das ist für Kinder immer gefährlich“, meint Jana Ruder, Leiterin der Kita „Weltentdecker“. Und der Zaun war zu niedrig. „Es gab ständig Probleme mit Katzen. Deren Hinterlassenschaft war überall zu finden und musste jedes Mal von den Erzieherinnen weggeräumt werden. Doch alles konnten sie gar nicht sehen“, sagt Bürgermeister Hans Hüller. So wurden, wie es landläufig heißt, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Einrichtung bekam einen neuen, sicheren Zaun, und der wurde mit 1,40 Meter höher als der vorher. „Das Katzenproblem werden wir damit nicht ganz beseitigen, aber hoffentlich deutlich einschränken“, so Hüller.

Mathias und Dorina Neumann, deren Tochter Emma, gut anderthalb Jahre alt, in die Einrichtung geht, hatten sich mit dafür eingesetzt. „Emma hatte einmal um den ganzen Mund herum Katzenkot“, erzählt die junge Mutti und schüttelt sich noch einmal bei dem Gedanken. Das habe für sie den letzten Anstoß gegeben. So war am Sonnabend die ganze Familie in der Kita – der Papa beim Arbeitseinsatz.

Die Gemeinde bezahlt den Zaun; Eltern, Hausmeister, Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, Gemeindearbeiter und -vertreter stellen ihn auf, erklärt der Bürgermeister. „Das ist eine richtige Gemeinschaftsaktion. Und auch das Amt, das kann man ruhig mal sagen, war da sehr kooperativ.“

Die Kita-Leiterin hatte die Eltern angesprochen, der Bürgermeister mit Feuerwehrchef Edwin Schmied sowie den Gemeindearbeitern Heinz Westphal und Christian Haus alles abgesprochen. „Es sind so viele zu dem Arbeitseinsatz gekommen. Ich bin überglücklich“, sagt Jana Ruder. Auch der Bürgermeister gesteht, nicht mit dieser Resonanz gerechnet zu haben.

Umso flotter geht es voran. Nachdem die alten Pfähle heraus sind, „mit die schwierigste Arbeit“, wie Jana Ruder findet, sind die Aufgaben gut verteilt. Ein kleiner Trupp erledigt die Vormontage der Zaunfelder, diedann an zwei Stellen gleichzeitig aufgestellt werden. Andere sorgen dafür, dass ständig Kies zur Stelle ist und der Betonmischer läuft. Als
eine Zaunreihe Gestalt annimmt, tragen einige der Frauen schon kleine Betonplatten zur Abgrenzung heran.

Die Witziner Kita „Weltentdecker“ ist enorm gewachsen. Nachdem die Volkssolidarität die Einrichtung Mitte Juli 2012 wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen hatte, wurde sie am 1. Dezember des gleichen Jahres vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Schwerin-Parchim wiedereröffnet. Der neue Träger begründete sein Engagement damit, gute Erfahrungen mit kleinen Land-Kitas zu besitzen. „Mit einem Kind
haben wir angefangen“, erinnert sich Jana Ruder. Jetzt sind es 15 zwischen einem und fünf Jahren. Für 2014 liegen noch drei Anmeldungen vor, fürs Jahr darauf weitere vier. Diese Kinder kommen mit drei Jahren in die Einrichtung.

„Es läuft super, auch mit der Gemeinde. Bis 2018 haben wir immer nur einen Schulanfänger, der uns verlässt. Dann sind es neun auf einmal. Doch wir hoffen, Anschluss zu finden“, so die Kita-Leiterin. Zum 1. Juli
bekamen sie und Elke Kauer Verstärkung durch eine dritte Erzieherin. Helga Birkholz, Gemeindepädagogin und im Umgang mit Kindern bestens vertraut, freut sich darüber.

Die Kleinen kommen überwiegend aus Witzin, aber auch aus Ruchow, Pastin und Sternberg. Emmas Mutti Dorina Neumann ist froh über die Kita praktisch vor der Haustür. Sie arbeitet als Postzustellerin außerhalb. Und Anna, zweieinhalb Jahre alt, bekommt bald Gesellschaft durch ihre Schwester Leonie Sophie, die gerade mal zehn Wochen, aber schon angemeldet ist, wie ihre Mutti Grit Hoppe sagt.

Ab heute ist die Einrichtung zwei Wochen geschlossen. In der Zeit wird ein weiterer Raum, der der Gemeinde gehört, gemalert und Fußbodenbelag verlegt. Zum 1. September ziehen dort die Kleinsten ein.

 

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