Warin : Viele Hände beim Kita-Umzug

Die Erzieherinnen aus der Wariner Kita hatten beim Umräumen am Sonnabend viel Arbeit und waren beinahe vollzählig dabei. Da fehlte nur, wer Urlaub oder den Tag schon lange vorher fest verplant hatte. Alle wechseln zum neuen Träger.  Fotos: Rüdiger Rump
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Die Erzieherinnen aus der Wariner Kita hatten beim Umräumen am Sonnabend viel Arbeit und waren beinahe vollzählig dabei. Da fehlte nur, wer Urlaub oder den Tag schon lange vorher fest verplant hatte. Alle wechseln zum neuen Träger. Fotos: Rüdiger Rump

Das Inventar vom Fritz-Reuter-Platz und aus Klein Labenz wurde am Wochenende zur neuen Einrichtung auf dem Ziegelberg gebracht. Heute früh geht’s dort los.

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01. März 2015, 19:43 Uhr

Dass die Erzieherinnen beim Umzug helfen, sei vorher abgesprochen gewesen. Zumal sie sich am besten mit Inventar und Spielzeug auskennen und wüssten, was wohin soll. Doch dass noch so viele fleißige Hände kommen, habe sie völlig überrascht, sagt Kathrin Konietzke vom Vorstand des DRK-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg. „Das freut uns riesig.“

Anders wäre es auch schwer möglich gewesen, nur übers Wochenende die Gruppenräume am Fritz-Reuter-Platz und in Klein Labenz, wo die Kinder noch bis Freitag betreut wurden, aus- und auf dem Ziegelberg wieder einzuräumen. Der Zeitdruck war entstanden, weil der bisherige Träger der Kita „Kinderland“, der Kreisverband Mecklenburg-Mitte der Volkssolidarität, einen Betriebsübergang an das DRK Nordwestmecklenburg bis zuletzt blockiert hatte. Erst am Donnerstagabend lag die Vereinbarung, die auch die vollzählige Übernahme des Personals beinhaltet, beim neuen Träger vor.


An den Türen Sandhasen, Spatzen, Krabbelkäfer


Nach über drei Stunden, für manchen zur späten Mittagszeit, ist alles an den beiden bisherigen Standorten ausgeräumt und zur neuen Kita transportiert. „Das war gut organisiert, einer dort und einer hier, Gruppe für Gruppe“, lobt Maike Frey aus der Geschäftsführung des DRK. Das hat seinen Fahrdienst und den technischen Service aufgeboten. Auch der Bauhof der Stadt ist zur Stelle und neben den Erzieherinnen noch manches bekannte Gesicht aus Warin – Stadtvertreter, Eltern oder einfach bereitwillige Helfer, die zupacken. „Freunde und Bekannte von mir haben Kinder in der Einrichtung. Da ist es selbstverständlich, dass ich helfe“, sagt Elmar Pingel, 2. stellvertretender Bürgermeister. „Viele Hände, schnelles Ende.“ So sieht das auch Frank Muhs, der ehrenamtlich im Wirtschaftsausschuss der Stadtvertretung tätig ist. „Je mehr Leute da sind, umso besser verteilt sich die Arbeit. Torsten Ries aus der Stadtvertretung war auch schon hier.“ Und damit die Kehle nicht trocken wird, hat Muhs leckeren Saft mitgebracht. „Von selbst gepflücktem Obst, 70 Prozent Birne und 30 Prozent Apfel.“

An einer Tür steht schon „Wariner Sandhasen“, an anderen „Die schlauen Füchse“, „Dinos“, „Die kleinen Spatzen“ oder „Die Krabbelkäfer“. Erstere sind vier Jahre alt. Erzieherin Evelyn Meißner hat beim Einräumen Hilfe von Christel Jarke, die im Dezember in Rente gegangen ist. „Ich war 1981 bei der Einweihung der Kita am Fritz-Reuter-Platz dabei. Die wurde gebaut, weil die am Gildeacker abgebrannt war. Dass sie nun mit mir geht, ist schade“, findet Jarke. Meißner sieht den Wechsel mit
einem lachenden Auge, wie sie sagt. „Für die Kinder ist es so am besten.“ Renate Wittenburg, einst Krippenerzieherin in Mankmoos und jetzt mit Doris Soltow bei den Krabbelkäfern – zwischen einem und zwei Jahren – , hätte ab Dezember zu Hause bleiben können. Doch sie hänge an dem Beruf und sei deshalb bereitwillig mit gewechselt, erklärt die
63-Jährige. „Leider ist unser Gruppenraum hier kleiner als der am Fritz-Reuter-Platz.“

Insgesamt sei sie von den Räumlichkeiten „angenehm überrascht“, sagt Kita-Leiterin Marion Burmeister. „Dass das innen so großzügig ist, konnte ich mir erst nicht vorstellen.“ Jede der vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen
habe einen eigenen Raum. „Alle sind hell und freundlich gestrichen und haben viele Fenster. Und die Jalousien von außen sind eine tolle Lösung.“ Beide Bereiche haben jeweils zwei Waschräume, der Kindergarten auch zwei Garderoben, die Krippe einen sowie zwei separate Schlafräume. Hinzu kommen Küche für die Vollverpflegung, Aufenthaltsraum für die Erzieherinnen und Büro. Die rund 30 Hortkinder sind weiterhin in der Grundschule untergebracht.

Außen sei es noch „gewöhnungsbedürftig“, meint Burmeister. Zumindest der Zaun soll heute fertig werden, sagt Anke Mansour, Leiterin des Bauamtes Neukloster-Warin, die am Sonnabend selbst mit Hand anlegt. Der Beton für die Zaunpfähle brauche die Zeit zum Abbinden, fügt sie an.

Jede Gruppe behalte ihre Möbel und das vertraute Spielzeug, so dass sich die Kinder rasch heimisch fühlen könnten, hofft die Kita-Lieterin. „Wir sind ganz gespannt, was sie zu der neuen Einrichtung sagen.“ Ab heute früh gilt es.

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