Weberin : Vertrauen in die Kräfte der Natur

Samen von Brennnesseln hätten schon in früheren Generationen „lahme Gäule“ zumindest für kurze Zeit wieder zu Kräften gebracht, weiß Ursula Schönfeld. Etwa ein Teelöffel voll am Essen habe auch beim Menschen stärkende Wirkung, sagt die Naturheilpraktikerin. Wer zum Pflücken beherzt an der richtigen Stelle zugreift, braucht kein Brennen an den Händen zu fürchten.
Samen von Brennnesseln hätten schon in früheren Generationen „lahme Gäule“ zumindest für kurze Zeit wieder zu Kräften gebracht, weiß Ursula Schönfeld. Etwa ein Teelöffel voll am Essen habe auch beim Menschen stärkende Wirkung, sagt die Naturheilpraktikerin. Wer zum Pflücken beherzt an der richtigen Stelle zugreift, braucht kein Brennen an den Händen zu fürchten.

Ursula Schönfeld aus Weberin freut sich über wachsendes Interesse an Wildkräutern .

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30. September 2015, 23:48 Uhr

Wildrauke, Melde, Wegerich oder Knopfkraut lassen sich noch finden, auch frisch austreibende Brennnesselsprossen, wo gemäht
wurde. Ursula Schönfeld aus Weberin hatte jedenfalls ausreichend Zutaten für die Suppe, die sie zum Abschluss einer Wildkräuterwanderung anbietet. „Ich denke aber, das war in diesem Jahr das letzte Mal.“

Bei kurzweiligen Führungen gibt die ausgebildete Naturheilpraktikerin einen Einblick, was für die Hausapotheke heranwächst, vieles kaum beachtet, anderes von akribischen Gartenfreunden sogar mühevoll bekämpft; sie wirbt für die Kräfte der Natur. Denn wozu das nütze, was für die meisten als Unkraut gilt und aus Gärten verbannt wird, wisse heute kaum jemand. Sie könne sich sehr wohl an schönen Gärten erfreuen, sagt die Wildkräuter-Expertin, doch müsse ihr eigener nicht so aussehen.

Von den Wildkräuterwanderungen sind jedes Jahr nur einige öffentlich. Mehr schaffe sie einfach nicht, sagt Schönfeld. „Es ist fast immer jemand dabei, der später mit Kollegen oder der ganzen Familie wiederkommen möchte.“ Damit seien viele Wochenenden ausgebucht. Die Mundpropaganda funktioniere richtig gut. Manche Firmen, Institutionen und Behörden seien „Wiederholungstäter“, auch Kindergärtnerinnen oder Lehrer. Letztere nutzten gern ihren „Schilftag“, die schulinterne Lehrerfortbildung. Das seien Multiplikatoren, über die sie sich sehr freue. „Ich zeige nichts Besonderes, es sind Unkräuter. Aber das Interesse der Menschen daran wächst, und das finde ich schön.“

Bei Danzig geboren, habe sie in Weberin „Heimatgefühl entwickelt und behalten“. Ihre Eltern waren 1963 nach „vielen Umzügen“ in die einstige Dorfschule gezogen.

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