Sternberg : Verkehrskontrolle an ungewohnter Stelle mitten auf dem Markt

Bei der Verkehrskontrolle  lässt sich Polizeiobermeister Rudi Heß zuerst die Papiere zeigen.
Bei der Verkehrskontrolle lässt sich Polizeiobermeister Rudi Heß zuerst die Papiere zeigen.

Polizeibeamte stellten überwiegend Bagatellen fest - nur für ein junges Paar wurde es teuer.

svz.de von
26. November 2015, 17:50 Uhr

Manche Autofahrer schienen überrascht, als sie auf den Markt einbogen und dort mit einer roten Kelle gestoppt wurden: Beamte vom Polizeirevier Sternberg führten gestern Vormittag an ungewohnter Stelle eine allgemeine Verkehrskontrolle durch. Es ging um das ganze Spektrum – von Fahrzeugpapieren und Führerschein bis zu Erste-Hilfe-Kasten, Warndreieck und Warnweste. Zudem schauten die Ordnungshüter genau hin, ob die Insassen angeschnallt waren oder der Fahrer ohne Freisprecheinrichtung telefonierte. Alkoholgeruch wäre ihnen auch mit aufgefallen.

„Wir haben uns kurzfristig dazu entschieden“, erklärte Polizeikommissarin Denise Preuß. Erfreulicherweise sei es bei Bagatellen geblieben. „Schon Winterreifen drauf, sehr gut, die Papiere in Ordnung, alles schick“, bekam Peter Patzer von Polizeiobermeisterin Silke Möller-Butt zu hören. Er war gerade einkaufen und wollte jetzt noch Batterien holen. „Die Polizisten machen auch nur ihre Arbeit“, meinte der Dabeler gelassen. „Und die Frau war nett.“ Nur die Gültigkeit des Erste-Hilfe-Kastens war abgelaufen. Das könne passieren, zeigte die Beamtin Verständnis und fertigte einen Kontrollbericht. Der koste kein Geld, nur ein neuer Sanitätskasten, der innerhalb von sieben Tagen bei der Polizei vorgezeigt werden müsse. Ähnlich erging es anderen, auch weil der Fahrzeugschein fehlte. Zeigten sich die Autofahrer bei solchen kleinen Delikten einsichtig, könne von Verwarngeld abgesehen und ein Kontrollbericht ausgefertigt werden. Teuer wurde es dagegen für zwei junge Leute, die beide nicht angeschnallt waren. Das kostet 30 Euro pro Person. Hier dürfe kein Auge zugedrückt werden.

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