Sternberg : Verein päppelt kranke Katzen auf

Karli war angefahren und liegen gelassen worden und wird jetzt vom Tierschutzverein liebevoll aufgepäppelt.  Fotos: tierschutzverein
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Karli war angefahren und liegen gelassen worden und wird jetzt vom Tierschutzverein liebevoll aufgepäppelt. Fotos: tierschutzverein

Tierschutzverein Sternberger Seenland sucht weitere Pflegestellen . In die Vermittlung kommen nur gesunde und kastrierte Tiere

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06. April 2017, 06:00 Uhr

Kater Karli kann schon wieder selbstständig fressen. Vor rund fünf Wochen hatte ihn ein Autofahrer auf der Straße liegen gesehen, angehalten und mit Entsetzen feststellen müssen, dass „das zerfahrene Häufchen lebt“, beschreibt Juliane Mathes, Vorsitzende des Tierschutzvereins Sternberger Seenland e. V.

„Der Mann hat unsere Notrufnummer 0151/17 84 10 17 gewählt, wo immer jemand zu erreichen ist, und Karli, wie wir den Kater nennen, zu uns gebracht. Beim Röntgen wurden dann massive Verletzungen an Maul, Augen, Kiefer und Nase festgestellt. Karli musste mehrfach operiert werden“, sagt Mathes. Vermutlich habe Karli, bevor er zu den Tierfreunden gekommen sei, zwei Tage und Nächte verletzt auf der Straße gelegen, „deshalb sollte er eine Chance bekommen“. Was aber auch mit immens hohen Kosten verbunden sei.

Nicht so viel Glück wie Karli hatte Quaki – der den Namen in Anlehnung seiner Stimme bekam. „Für ihn waren eine Augen-OP und die Zahnsanierung angedacht, aber er war sehr schwer krank. Wir haben ihn betreut, bis er eingeschlafen ist.“ Für Quaki habe es sehr viele Spenden gegeben, so die Vereinsvorsitzende, „wir würden davon gern etwas an Karli weitergeben“, äußert sie einen Wunsch. Sollte ein Spender damit nicht einverstanden sein, bittet sie, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen.

Karli wird von Vereinsmitgliedern auf einer Pflegestelle aufgepäppelt. Von Letzteren gebe es leider viel zu wenig. „Man muss nicht in unserem Verein sein, aber eine gewisse Affinität für Tiere haben und sich kümmern. Wir unterstützen mit Streu und Futter“, sagt Mathes.

Auch Timmi lebt auf einer Pflegestelle. Als er gebracht wurde, wog der Kater, dessen Alter auf drei bis fünf Jahre geschätzt wird, gerade einmal 1,3 Kilogramm. Zwischen drei und fünf hätten es sein dürfen. „Wir vermitteln erst, wenn die Tiere im gesunden Zustand sind. Leider bekommen wir immer wieder Sorgenfälle“, sagt Mathes.

 
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