Brüel : Verblüffend und unterhaltsam

Alle Fünft- bis Zehntklässler der Regionalen Schule in Brüel erlebten gestern eine besondere Unterrichtsstunde in der Sporthalle.  Fotos: Roswitha Spöhr
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Alle Fünft- bis Zehntklässler der Regionalen Schule in Brüel erlebten gestern eine besondere Unterrichtsstunde in der Sporthalle. Fotos: Roswitha Spöhr

Regionale Schule Brüel wurde am letzten Unterrichtstag vor den Ferien zum Zauberlabor. Mitmachen war ausdrücklich erwünscht

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03. Februar 2018, 12:00 Uhr

„Es war schon komisch, weil man nicht jeden Tag auf so einer Bühne steht“, sagt Siebtklässlerin Joan nach der Vorstellung. Das Mädchen gehörte gestern mit zu den Schülern der Regionalen Schule in Brüel, die das Programm in der Sporthalle aktiv mitgestalten konnten.

Annegret und Burghard Mörke aus Potsdam hatten hier ihr Zauberlabor aufgebaut und verblüfften als Laborleiterin Maria Herzig und Assistent Erwin Knösebrecht mit Experimenten, Tricks und Zauberkunststücken. Gemixt mit cooler Musik und Comedy gelang es ihnen, die jungen Leute eine Stunde lang gut zu unterhalten. „Das Programm war lustig, so etwas habe ich vorher noch nicht erlebt“, fällt dann auch das Fazit von Joan aus.

„Wer mutig ist, den Finger hoch, wer es nicht ist, guckt sich seine Schuhe an“, so Assistent Knösebrecht zu den Jungen und Mädchen. Doch es gab viele, viele, die sich trauten und sich auf die Experimente einließen. Wie Candy aus der zehnten Klasse, der sich mittels Druwaha, einem Druckwasserhahn, den Druck aus dem Kopf pumpen ließ und so jetzt auch weiß, was gegen Kopfschmerzen helfen kann.

Zehntklässlerin Beate zögerte nicht, ihre Hand in einen netzunabhängigen Allesschneider zu stecken, obwohl eine Mohrrübe zuvor damit zerkleinert wurde. Aber Arbeitsschutz werde auch bei ihnen groß geschrieben, verriet nach dem Versuch Laborleiterin Herzig.

Eyleen aus der neunten Klasse gelang es, einen Kartentrick aufzulösen und wurde für ihre richtige Antwort mit einer Rock-CD belohnt.

„Zauberei ist keine Hexerei, da ist ein Trick dabei“, erklärt Herzig, um bei den Schülern mit dem nächsten Trick dann doch wieder für Verwunderung zu sorgen. „Man soll auch ein wenig nachdenken. Ich zeige euch doch nicht alles“, gibt sie ihnen mit auf den Weg.

„Die Schüler waren aufmerksam und haben sich amüsiert“, freut sich Annegret Mörke nach der etwas anderen Unterrichtsstunde. Kultur sei ein Luxus geworden, um so mehr weiß sie zu schätzen, wenn Schulen sich dafür offen zeigten, erklärt sie im SVZ-Gespräch.

Die Lehrerin und der Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik arbeiten seit Jahrzehnten als Berufszauberkünstler. „Die Bedingungen hier in Brüel sind schön. Es hat uns selbst Spaß gemacht“, resümiert Annegret Mörke.

Finanziert wurde das Zauberlabor über den Schulförderverein, sagt Angela Ludwig, Lehrerin und Vorstandsmitglied im Verein. „Wir wollten einmal einen anderen letzten Tag vor den Ferien haben. Die Schüler haben in den zurückliegenden Wochen mehr oder weniger fleißig gelernt.“

Mit dem Angebot für alle Mädchen und Jungen von Klasse fünf bis zehn wolle man zugleich das Wir-Gefühl und die Schulgemeinschaft stärken, so Ludwig.

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