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10 000. Besucher im Phantechnikum Wismar : Urkunde für Anton aus Weitendorf

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Schon zweieinhalb Monate nach der Eröffnung konnte der 10 000. Besucher im Wismarer Phantechnikum werden. Der heißt Anton Deatcu, ist fünf Jahre alt und kommt aus Weitendorf zwischen Sternberg und Brüel.

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erstellt am 12.Feb.2013 | 07:09 Uhr

Wismar/Weitendorf | Schon zweieinhalb Monate nach der Eröffnung konnte der 10 000. Besucher im Wismarer Phantechnikum werden. Der heißt Anton Deatcu, ist fünf Jahre alt und kommt aus Weitendorf zwischen Sternberg und Brüel. Am Sonntag war er mit Mama Christina, Bruder Oskar (9) und Mathias Haack im Technikmuseum.

"Und das in der touristenarmen Zeit", ist Museumschefin Dr. Kathrin Möller zu Recht stolz auf die Zahl. Gerade in den Ferien herrscht großer Andrang. In der Schulzeit konnten die ersten Schulklassen begrüßt werden, die einen Unterrichtstag ins Phantechnikum verlegten. Da müsse das Museum aber noch Überzeugungsarbeit leisten und werben. "Wir sind dabei, schrittweise Projekte für Schulklassen zu entwickeln", so die Museumschefin. Beispielsweise soll es bald ein Schweißtraining extra für Schüler der achten Klasse geben - das Museum hat mit der großen Ausstellung über Schweißtechnik und einem virtuellen Schweißtrainer die besten Voraussetzungen für diese Art der Berufsorientierung. Je nach Alter können Schüler auch eine Museumsrallye zu unterschiedlichen Themen machen. "Themen wie Luft oder Dampf bereiten wir vor", berichtet Dr. Kathrin Möller. Großes Ziel des Museumsteams ist es derzeit, die Ausstellung bis Ende Februar zu vervollständigen. "Einige erklärende Texte zu einzelnen Objekten fehlen noch, dazu werden noch einige Stationen in Schwung gesetzt", erklärt Kathrin Möller. Anfang März wird beispielsweise der Programmierer für den "schreibenden Roboter" kommen. Jetzt begrüßt er noch leblos die Gäste im Foyer des Phantechnikums. Dank Fachmann soll er schreiben lernen und den Gästen seinen persönlichen Gruß aus dem Museum aufschreiben. Auch der große Voith-Schneider-Propeller soll in den nächsten Wochen in Gang gesetzt werden.

Über einen Spiegel können die Gäste dann genau die Funktionsweise des Schiffsantriebs verfolgen. Die Museumstechniker müssen noch die Transmission der Dampfmaschine funktionsfähig machen: "Der Riemen rutscht derzeit noch immer von der Welle", so Kathrin Möller. Zwei Experimentierstationen zu den Themen "Wasser bewegt" und Auftrieb sollen noch umgesetzt werden. Kathrin Möller hofft, dass das alles bis zum Saisonstart Ostern läuft. Im Sommer kommt das nächste große Projekt. Der letzte unsanierte Teil des ehemaligen Stabsgebäudes wird abgerissen, an seiner Stelle soll im nächsten Jahr ein Neubau als nächster Museumsteil entstehen.

Familie Deatcu war begeistert vom Besuch, nicht nur wegen der Überraschung und der Geschenke zur wichtigen Besucherzahl.

"Das ist toll für die Kinder, dieses Anfassen und Ausprobieren", so Mathias Haack. Das begeisterte auch Johanna (56) und Ernst (70) Kulb aus Schwerin am Bernoulli-Experiment zum Ball im Luftstrom. "Wir kannten das Museum aus Schwerin und wollten nun schauen, wie es nach dem Umzug nach Wismar geworden ist", so Johanna Kulb. "Wir werden mit unserem Enkel wieder kommen, das ist was für ihn." Dagmar Warnecke (58) aus Wismar kann das bestätigen - mit Enkeltochter Jennifer Beyer (8) aus Boizenburg verbrachte sie einen ganzen Ferientag im Technikmuseum.

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