Sternberg : Unterstützung für die Stadt?

Gespräch in Sternberg: Bürgermeister Armin Taubenheim mit Siegbert Eisenach und Hans Thon (v. l.) von der IHK.
Gespräch in Sternberg: Bürgermeister Armin Taubenheim mit Siegbert Eisenach und Hans Thon (v. l.) von der IHK.

Vertreter der Industrie- und Handelskammer besuchten Bürgermeister von Städten im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim

23-11368066_23-66107911_1416392282.JPG von
27. Februar 2018, 21:00 Uhr

Wie kann die Vertretung der Unternehmer, die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Stadt Sternberg unterstützen? Darum ging es gestern bei einem Treffen des Präsidenten der IHK zu Schwerin, Hans Thon, und des Hauptgeschäftsführers Siegbert Eisenach mit Sternbergs Bürgermeister Armin Taubenheim.

Eisenach verwies u.a. auf Möglichkeiten zur Digitalisierung an Schulen, die – wenn sie zustande kommt – die große Koalition in Berlin angehen will. „Wir wollen in Mecklenburg-Vorpommern von den Möglichkeiten partizipieren.“ Auch warb Eisenach für die Chancen der Metropolregion Hamburg. Beispielsweise mit dem Gewerbeflächeninformationssystem, über das freie Grundstücke in der ganzen Metropolregion angeboten werden.

Freie Gewerbeflächen kann die Stadt Sternberg allerdings kaum beisteuern, wie von Armin Taubenheim zu erfahren war. In dem einen Gewerbegebiet „Holzbau“ sind bei einer Gesamtfläche von rund 13,7 nur 1,4 Hektar frei: etwas mehr als ein Fußballfeld. Es ist das Gelände hinter dem Fensterbau. Dafür gab es im vergangenen Jahr die Anfrage einer Firma, die amerikanische Autos tunen wollte. Im Gewerbegebiet Rachower Moor sind alle 16,6 Hektar belegt, erfuhr SVZ vom Bürgermeister. Für ein Unternehmen werde ein Nachfolger gesucht. Momentan gebe es keine Nachfragen von Firmen, die eine größere Ansiedlung planen, so Taubenheim. Er sei aber im Gespräch mit dem Dabeler Bürgermeister, dass man bei Bedarf das Gewerbegebiet über die Gemeindegrenzen hinaus entwickeln könnte.

Wie in vielen anderen Städten stehen in der Sternberger Innenstadt kleinere Geschäfte mit privaten Eigentümern leer. Der Bedarf sei begrenzt, so Taubenheim. Das Kaufverhalten der Menschen habe sich geändert. Sie shoppen in größeren Städten und im Internet. Taubenheim befürchte, dass in den nächsten Jahren noch das eine odere andere Geschäft schließen wird, wenn die Betreiber das Rentenalter erreichen. Meist seien die Läden nur tragbar, wenn die Häuser im Eigenbesitz sind und keine Mieten bezahlt werden müssen.

Eine Zukunft haben möglicherweise Geschäfte, die verschiedene Vertriebswege nutzen - Laden plus Onlinehandel. Das zeigen zumindest einige Beispiele in anderen Städten.

Leer steht leider auch weiterhin der frühere Edeka-Markt. Die Eigentümer der Immobilie leben in Itzehoe. Er könne sich nicht vorstellen, dass hier ein weiterer Supermarkt entsteht, so der Bürgermeister. Dann müsste über kurz oder lang ein Markt in Sternberg schließen. Ein Baumarkt wäre eine Idee, aber das würde wiederum anderen am Stadtrand das Leben schwer machen.

Unter dem Titel „IHK vor Ort“ standen die gestrigen Beratungen in Sternberg. Zuvor fanden auch Gespräche mit den Bürgermeistern der Gemeinden Plau am See, Goldberg und Dobbertin statt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen