Brüel : Unordnung ärgert auch Senioren

Interessiert schauen sich die Senioren die Chronik von Langen Jarchow an, die die Bürgermeisterin ihnen im Miniformat mitgebracht hatte. Im Gemeindehaus gibt es eine Chronik im Großformat zum Anschauen.
Interessiert schauen sich die Senioren die Chronik von Langen Jarchow an, die die Bürgermeisterin ihnen im Miniformat mitgebracht hatte. Im Gemeindehaus gibt es eine Chronik im Großformat zum Anschauen.

Brüeler Ortsgruppe der Volkssolidarität hatte zwei Bürgermeister als Gesprächspartner in den Klub eingeladen.

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11. Juli 2014, 23:44 Uhr

„Wenn ihr Fragen habt, stellt sie jetzt und nicht hintenrum. Jetzt sind beide da“, ermunterte Edith Gronert, Vorsitzende der Brüeler Ortsgruppe der Volkssolidarität, die Senioren an diesem Nachmittag. Denn im Klub der Volkssolidarität waren zwei Bürgermeister zu Gast: Jürgen Goldberg aus Brüel und Christa Richelieu aus Langen Jarchow. Denn auch ehemalige Langen Jarchower haben im Betreuten Wohnen in Brüel ein neues Zuhause.

Einige Themen für die Diskussion gab der Brüeler Bürgermeister vor. Er wisse um die Problematik der vielen alten Häuser, die nicht in Ordnung wären und dass auf dem Mühlenberg, in der Feldstraße und der Straße zum Roten See einiges zu tun sei. Seine Information, dass die Stadt über einen genehmigten Haushalt verfüge, verband Goldberg mit der Ankündigung, dass jetzt Dinge angeschoben werden können. „Im Januar beginnt die neue Förderperiode und die wollen wir noch ausnutzen“, erklärte er. Noch in diesem Jahr sollen Arbeiten am Dach der Feierhalle durchgeführt werden – 50 000 Euro sind dafür in den Haushalt eingestellt –, ebenso müssen Bürgersteige in Ordnung gebracht werden.

Seniorenlob gab es für den ausgebauten Brüeler Dornsteig und dafür, dass auch eine Bank aufgestellt wurde. Aber weil es keinen Papierkorb gibt, liege der Abfall verstreut daneben, so die Kritik. Die Stadt habe Abfallbehälter wieder entfernen lassen, weil sie voll mit Haushaltsmüll gewesen sind, so Jürgen Goldberg. Auch die Stadt müsse den Abfall kostenpflichtig entsorgen. Weil es um eine im Alleeweg aufgestellte Bank mit Abfallbehälter immer dreckig gewesen sei, habe der dortige Kleingartenverein beispielsweise die Stadt aufgefordert, beides zu entfernen, erklärte der Bürgermeister. Die Stadt könne niemanden einstellen, der auf Ordnung und Sauberkeit achte, dass müssten die Leute selbst, appellierte er.

Anerkennende Worte gab es von den Senioren ebenso für die begonnene Einzäunung des Spielplatzes in der Straße zur Siedlung und den naturnahen Spielplatz am Roten See. „Wir müssen auch andere Spielplätze in Ordnung bringen“, sagte Jürgen Goldberg. Allerdings stünden mit 800 Euro im Haushalt für einen neuen Anstrich der Geräte u.ä. nicht gerade viel Geld dafür zur Verfügung. Für die leer gezogene Kindereinrichtung in der Schulstraße gebe es das Ansinnen, eine Pflegeeinrichtung auf dem Gelände zu schaffen, „aber, es ist noch nichts in Sack und Tüten“, dämpfte er zu hohe Erwartungen. Für das alte Landambulatorium gebe es Vorstellungen für altengerechtes Wohnen, informierte er und darüber, dass junge Leute die alte Sporthalle für Kraftsport nutzen würden. Aber auch das Wasserprojekt mit Kindern habe dort Form angenommen. Die Stadt könne die Halle nicht unterhalten, es gebe dort weder Licht noch Heizung.

Probleme mit der Sauberkeit kenne sie auch aus ihrer Gemeinde, erklärte Langen Jarchows Bürgermeisterin. So habe nur einen Tag, nach dem ein Schüler die Bushaltestelle gestrichen hatte, jemand Cola verkippt. „Wir haben keinen Bauhof und keinen Gemeindearbeiter, nur jemanden auf 100-Euro-Basis“, erklärte sie. Gute Unterstützung gebe es aber durch einen Landwirt.


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