Brüel : Ungebetener Wasser- und Gas-Ableser unterwegs

Bei Margot Draempaehl war der Mann allerdings an die Falsche geraten / Brüelerin ließ ihn nicht in ihre Wohnung

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01. Dezember 2014, 17:38 Uhr

Ein „Ableser“ für Wasser und Energie, der aber offensichtlich ganz andere Absichten hegt, ist derzeit in der Region unterwegs. Am vergangenen Freitag um 14.15 Uhr klingelte dieser bei Margot Draempaehl in Brüel. „Er wollte Wasser und Gas ablesen. Ich wusste gleich, dass was nicht stimmt, denn beides zusammen wurde noch nie abgelesen. Ich habe den Mann angeschrien, er solle abhauen und habe ihn nicht reingelassen“, so die Rentnerin gestern gegenüber SVZ. „Der Mann ging im Stechschritt weg. Er war ca. 1,85 bis 1,90 Meter groß, schlank, hatte mittelblonde Haare und ein spitzes Gesicht“, beschreibt die Brüelerin den ungebetenen Klingler. Margot Draempaehl wühlte das Freitag-„Erlebnis“ auch gestern noch am Telefon auf. „Ich will die Leute warnen!“, sagt sie am „Heißen Draht“.

Mit der Brüelerin hatte sich der nicht legitimierte Ableser die falsche Adresse ausgesucht: „Ich kenne inzwischen die Leute fast alle von der Firma Sandmann aus Sternberg, die es seit Jahren hier macht. Zudem meldet die sich zuvor immer an, legt einen Benachrichtigungszettel in den Postkasten“, betont sie gegenüber SVZ. Nachdem der falsche Ableser weg war, fragte sie sofort bei der Firma nach. Und dort wurde ihr bestätigt, dass am Freitag keiner von dort unterwegs war.

Dies ändert sich freilich seit gestern in Brüel, wie ein Sandmann-Vertreter gestern gegenüber SVZ bestätigte. Margot Draempaehl wusste Bescheid, dass „in dieser Woche Wasser abgelesen wird. Und die Energie dann im nächsten April. So war das immer.“ Eine Änderung gibt es freilich: Kommendes Frühjahr wird durch die Sternberger Firma lediglich Strom abgelesen. Einen Gas-Auftrag gebe es bisher nicht. Und der wird auch höchstwahrscheinlich nicht kommen. Auf SVZ-Nachfrage erklärte eine Sprecherin der Quickborner HanseWerk AG – bis 1. Oktober lautete der Firmenname E.on Hanse: „Der Kunde bekommt per Post eine Ablesekarte, die er dann ausgefüllt mit dem Zählerstand an uns zurückschickt.“

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